In der noch jungen jugendpolitischen Zusammenarbeit mit China unterstützt IJAB das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ( BMFSFJ) insbesondere darin, die Anfangsphase der Länderkooperation zu betreuen und den Aufbau von Austauschaktivitäten von Trägern anzuschieben.
Grundlage der Kooperation
Am 14. September 2006 wurde mit der „Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland und dem Allchinesischen Jugendverband der Volksrepublik China über die Zusammenarbeit im Bereich der Jugendhilfe“ der Grundstein für die gegenwärtige und zukünftige jugendpolitische Zusammenarbeit mit der Volksrepublik China gelegt. Neben dem Austausch von Fachkräften der Jugendhilfe und von Vertreterinnen und Vertretern von Jugendverbänden und Jugendorganisationen steht besonders der Erfahrungsaustausch im Bereich der Jugendhilfe im Zentrum der Zusammenarbeit.
Bilaterale Absprachen
Seit 2007 finden zwischen dem BMFSFJ und dem Allchinesischen Jugendverband regelmäßig bilaterale Fachgespräche statt zur gegenseitigen Information über die aktuellen jugendpolitischen Entwicklungen. Bei diesem Anlass wird jeweils auch der jährliche Fachkräfteaustausch zwischen den beiden Ländern zu aktuellen Themen der Jugendhilfe vereinbart. Das aktuelle Protokoll zur bilateralen Zusammenarbeit wurde im März 2012 in Nanjing unterzeichnet.
Die Anfänge der Zusammenarbeit
Beeindruckender Startpunkt der Kooperation im Jugendbereich war ein gegenseitiger Austausch von jeweils 400 deutschen und chinesischen Jugendlichen. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hatte anlässlich seines Staatsbesuches in Deutschland im Jahr 2006 eine Einladung an 400 deutsche Jugendliche nach China ausgesprochen, deren Aufenthalt in den Jahren 2007 und 2008 IJAB im Auftrag des BMFSFJ in vier Gruppen organisierte. Bei zwei dieser 100er-Delegationen geschah dies in Kooperation mit der Deutschen Sportjugend sowie dem Pädagogischen Austauschdienst. Die Gegeneinladung an 400 chinesische Jugendliche durch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Besuch in Deutschland wurde im Oktober 2008 realisiert.
Fachkräfteaustausch
Seit 2009 konzentriert sich die Zusammenarbeit vornehmlich auf den Austausch von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe. Um die verschiedenen Akteure im Jugendbereich zusammenzubringen, zu intensiven fachlichen Kontakten zu ermutigen und die Entwicklung von konkreten Kooperationsprojekten auf einen guten Weg zu bringen, fand im März 2012 die 2. Deutsch-Chinesische Partnerkonferenz in Frankfurt statt.
Für das Jahr 2012 sind folgende Fachaktivitäten geplant:
- Fachaustausch im Juli in Deutschland zum Thema „Integration von benachteiligten jungen Menschen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Gesellschaft“
- Fachaustausch im September in China zum Thema „Freiwilliges Engagement und Internationale Freiwilligendienste“.
Im Jahr 2012 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:
- Deutsch-Chinesischen Fachgespräche zwischen dem BMFSFJ und dem Allchinesischen Jugendverband vom 27.-30.03.2012 in Shanghai
- 2. Deutsch-Chinesische Partnerkonferenz vom 06.-08.03.2012 in Frankfurt/Main
Hintergrundinformationen
>> Länderinformationen zu China: Die Datenbank für internationale Jugendarbeit (DIJA) von IJAB hält für alle Interessierten länderkundliche und jugendpolitische Informationen zu fast 40 Ländern bereit.
>> Schlüsselbegriffe der Kinder- und Jugendhilfe Deutsch – Chinesisch: IJAB gibt im Auftrag des BMFSFJ zweisprachige Wortlisten mit "Schlüsselbegriffen der Kinder- und Jugendhilfe" heraus.
Ansprechpartnerin bei IJAB für den internationalen Jugend- und Fachkräfteaustausch mit China ist
Dorothea Wünsch
wuensch@DontReadMeijab.de
0228/9506-101