Russland

Bild: Paul Szczesny

In der über zwanzig Jahre währenden jugendpolitischen Zusammenarbeit mit den ehemals sozialistischen Staaten Mittel- und Osteuropas (MOE) leistete IJAB im Auftrag des BMFSFJ sowie seiner Mitgliedsorganisationen einen wertvollen Beitrag zum Dialog und zur Verständigung, zum fachlichen Erfahrungs- und Meinungsaustausch sowie zum Aufbau neuer Kontakte. Zentrales Ziel dieser Kooperation war es, neue Impulse für den Auf- und Ausbau von Jugendhilfestrukturen zu setzen und fachliche Beratung anzubieten.

Bis ins Jahr 2010 hat IJAB e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (DRJA) verschiedene Formen des bilateralen Austausches durchgeführt. Dazu zählen: Fachkräfteprogramme, Hospitationen, gemeinsame Seminare, Konferenzen und Foren, Partnerbörsen sowie Sprachkurse.

Schwerpunkte und Hauptthemen der Zusammenarbeit waren: Unterstützung beim Aufbau jugendpolitischer Strukturen der Jugendhilfe, Angebote für junge Menschen in sozialen Brennpunkten, Partizipation und Mobilität in der Jugendhilfe Stadtteilbezogene Jugendarbeit, neue Wege in der Prävention für Kinder und Jugendliche, Übergang Schule – Beruf, Rolle der Zivilgesellschaft in der Entwicklung der Jugendhilfe, soziale und berufliche Integration.

Mit der Unterzeichnung des Regierungsabkommens über die deutsch-russische jugendpolitische Zusammenarbeit im Dezember 2004 in Schleswig/ Schleswig-Holstein erhielt der deutsch-russische Jugendaustausch eine neue Qualität und Dimension. Mit diesem Abkommen wurde eine zentrale Stelle für den deutsch-russischen Schüler- und Jugendaustausch geschaffen, die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch.

Die zentrale Aufgabe der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch ist die finanzielle Förderung von Programmen in den folgenden Bereichen:
Programme im Bereich Schulischer Austausch und Sprachförderung richten sich an Lehrer/innen und Schüler/innen.
Der Programmbereich Außerschulischer Austausch richtet sich an Jugendliche und Fachkräfte der Jugendhilfe.
Der Bereich Beruflicher Austausch richtet sich an Berufsschulen, Auszubildende und junge Berufstätige.

Durch das langjährige Fach- und Erfahrungswissen hat IJAB die Stiftung während der Aufbauphase unterstützt. Mit Errichtung des deutsch-russischen Koordinierungsbüros ist eine Überleitung der bisherigen Aufgaben von IJAB auf dem Gebiet des Fachkräfteaustauschs auf die Stiftung vorgesehen.

Ansprechpartner und Beratung in Fragen der jugendpolitischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Russischen Föderation bei IJAB ist
Paul Szczesny
0228 – 9506102
szczesny@DontReadMeijab.de