Transitions. Gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit

Junge Menschen sind aktuell von besonderen Schwierigkeiten beim Übergang in Ausbildung und Arbeit betroffen. Das dreijährige internationale Projekt transitions richtet mit dem Themenschwerpunkt „Gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit“ seinen Fokus auf diese Herausforderungen.

Bild: GIS - fotolia

Junge Menschen sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als der Durchschnitt der erwerbsfähigen Bevölkerung. Die Phasen des Übergangs von Schule in Ausbildung und Beruf sind länger und komplexer geworden und die Anzahl junger Menschen, die die Schule frühzeitig und ohne qualifizierenden Abschluss verlassen, ist außergewöhnlich hoch. 

Die Europäische Union legt einen Schwerpunkt auf diese Herausforderungen und unterstützt die Gestaltung von Übergangsprozessen mit der Strategie Europa 2020 und der Jugendstrategie. Auch in der Partnerschaft zwischen der EU und dem Europarat ist dieses Thema von Belang. Die Gestaltung des Übergangs junger Menschen von der formalen Schulbildung in den Arbeitsmarkt ist international von Bedeutung, was sich auch in der bisherigen bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und seinen Partnerländern gezeigt hat. Zukünftig sollen die Erkenntnisse aus internationalem Austausch mit Partnerländern noch stärker für die Gestaltung nationaler Jugendpolitik genutzt werden.  

Die Arbeitslosenquote unter jungen Menschen in Deutschland ist vergleichsweise niedrig. Verschiedene Programme, Initiativen und Organisationen unterstützen insbesondere benachteiligte junge Menschen beim Übergang. Dennoch haben viele junge Menschen Schwierigkeiten in der Schule und beim Übergang in die Ausbildung und in Arbeit. Dadurch stellen sich besondere Anforderungen an die Angebote der Jugendhilfe.  Hier setzt das Projekt an.

Ziele

  • Weiterentwicklung der individuellen Begleitung von benachteiligten jungen Menschen am Übergang von der Schule in die Ausbildung und den Beruf
  • Diskussion von innovativen Konzepten zum Thema
  • Übergänge europäischer und internationaler Austausch von Good Practice
  • Erarbeitung von Impulsen für Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit in den beteiligten Ländern
  • Beitrag zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie.

Thematischer Fokus

Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf benachteiligten jungen Menschen und auf folgenden Themen: 

  • Rolle der Jugendsozialarbeit auf lokaler Ebene hinsichtlich der individuellen Begleitung von jungen Menschen am Übergang
  • Platzierung und anschlussfähige Gestaltung von Angeboten der Jugendsozialarbeit 
  • Angebote von Berufsorientierung und Jugendsozialarbeit an Schulen, Arbeit mit „Schulverweiger(inne)n“, Jugendwohnen
  • Unterstützung/Begleitung bei der Ausbildung, alternative Lernorte und niedrigschwellige Zugänge 
  • Rolle der non-formalen Bildung für Integration und Chancengerechtigkeit sowie Mobilität zu Lernzwecken.

Teilnehmende

Das Projekt richtet sich an:

  • Praktiker/-innen sowie Entscheidungsträger/-innen der Jugendsozialarbeit und der Jugendarbeit
  • Entscheidungsträger/-innen der öffentlichen Jugendhilfe aus kommunaler und Landesebene sowie  weitere relevante Ressorts
  • Vertreter/-innen aus Wissenschaft und Forschung
  • Junge Menschen als Expert(inn)en in eigener Sache.

Darüber hinaus werden auch Vertreter/-innen aus dem Bereich Wirtschaft/Unternehmerverbände, Schule und dem Bereich der Arbeitsvermittlung einbezogen. 

Projektverlauf

Das Projekt enthält folgende Elemente:

  • Fachprogramme/Peer-Learning Seminare auf Ebene von Praktiker(inne)n, Entscheidungsträger(inne)n und ggf. Wissenschaft/Forschung: Austausch von Good Practice, Diskussion von innovativen Ansätzen; diese Aktivitäten können bi- oder multilateral sein
  • Konferenzen und Tagungen: mit dem Ziel, die Ergebnisse der verschiedenen Aktivitäten zusammenzuführen und sie mit einem größeren Kreis an Interessierten zu diskutieren
  • Aktivitäten junger Menschen: Jugendorganisationen sollen motiviert werden, eigene Austauschmaßnahmen mit Jugendlichen zum Thema durchzuführen.  

Die Feinziele des Projekts, mögliche Ergänzungen sowie die praktischen Fragen der Durchführung werden zusammen mit den internationalen Partnern bei einem Auftakttreffen Anfang 2012 besprochen und konkretisiert.  

Projektpartner

Es wird eine Zusammenarbeit mit bis zu drei Partnerländern angestrebt, die als Kerngruppe den Peer Learning Prozess gestalten. Weitere Länder werden an zentralen Veranstaltungen beteiligt sein.

Kontakt:

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich bitte an IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.: Claudia Mierzowski, +49-0228-9506 109, mierzowski@DontReadMeijab.de oder Christiane Reinholz-Asolli, 0228-9506-112, reinholz@DontReadMeijab.de.

Dr. Dirk Hänisch

transitions: Expertentreffen diskutiert Übergänge in Ausbildung und Arbeit

In Köln-Riehl trafen sich am 14.02.2012 Fachleute aus dem Bereich Übergänge in Ausbildung und Arbeit zu einem ersten nationalen Expertentreffen. Es war der Auftakt des auf drei Jahre angelegten multilateralen Kooperationsprojektes „transitions. Gelingende Übergänge in Ausbildung und Arbeit“. Ziel war die Information über das Projekt, die Abstimmung von Bedarf und Interessen der Partner und die Entwicklung von Fragestellungen für die internationale Zusammenarbeit. [mehr]