Dr. Dirk Hänisch
IJAB-Mitgliederversammlung diskutiert die Rolle der Internationalen Jugendarbeit im Rahmen einer Eigenständigen Jugendpolitik
Die Mitgliederversammlung von IJAB diskutierte am 7. Dezember 2011 in Bonn über den Beitrag der internationalen Jugendarbeit zu einer Eigenständigen Jugendpolitik. Weitere wichtige Themen waren die Neuwahl des Vorstandes sowie die Verabschiedung der Arbeitspläne der Geschäftsbereiche und der Stabsstelle Kommunikation.
Eine Allianz für die Jugend zu schmieden, das ist das Ziel des Eckpunktepapiers „Entwicklung und Perspektiven einer Eigenständigen Jugendpolitik“ des Bundesjugendministeriums, das Frau Hiller (Referat Jugend und Bildung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) in Anwesenheit des Referatsleiters für Europäische und internationale Jugendpolitik im BMFSFJ, Herrn Uwe Finke-Timpe, den Vertreter/-innen der IJAB-Mitgliedsorganisationen vorstellte. Ziel ist die Implementierung der Jugendpolitik als gesellschaftliche Zukunftspolitik. Dazu soll im Rahmen eines dialogischen Konsultationsprozesses eine Allianz zwischen den wichtigsten Akteuren der Gesellschaft und den Jugendlichen selbst geschaffen werden. Wie Lothar Harles, Vorsitzender von IJAB betonte, nimmt IJAB in diesem Prozess eine wichtige Schnittstellenfunktion zwischen internationaler und nationaler Jugendpolitik ein und hat gleichzeitig eine Vermittlerfunkton zu den Mitgliedern.
Dass die Internationale Jugendarbeit integraler Bestandteil einer Eigenständigen Jugendpolitik sein kann, demonstrierten die IJAB-Geschäftsbereichsleiter Reinhard Schwalbach und Daniel Poli eindrucksvoll anhand einer überzeugenden Präsentation. Internationale Jugendarbeit mit ihrem vielfältigen Angebotsspektrum leistet wichtige Beiträge zur Bewältigung der Herausforderungen in den relevanten Handlungsfeldern schulische und außerschulische Bildung, Übergang Schule/Beruf sowie Beteiligung im politischen und öffentlichen Raum. Tenor der anschließenden Aussprache war, dass mit diese Präsentation ein erster gelungener und hilfreicher Schritt ist, sich aus Sicht der internationalen Jugendarbeit diesem komplexen Zukunftsthema zu nähern.
Auf der Agenda der Mitgliederversammlung stand turnusgemäß die Wahl des fünfköpfigen Vorstandes. Für zwei weitere Jahre wurde erneut Lothar Harles (Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungsstätten) zum Vorsitzenden von IJAB gewählt. Die Wahl der Stellvertretenden Vorsitzenden entfiel auf Karsten Egge von der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Familien- und Jugendbehörden, Jörg Freese vom Deutschen Landkreistag, Daniel Grein vom Deutschen Bundesjugendring und Martin Schönwandt von der Deutschen Sportjugend. Im Anschluss an die Vorstandswahlen wählte die Mitgliederversammlung zwei Kassenprüfer.
Die Mitgliederversammlung verabschiedete ferner die Arbeitspläne der Geschäftsbereiche und der Stabsstelle Kommunikation für das Jahr 2012. Als neue Aufgaben für das kommende Jahr sind darin festgelegt die themenorientierte internationale jugendpolitische Zusammenarbeit zur Gewinnung von neuen Impulsen für die nationale Kinder- und Jugendpolitik/ Kinder- und Jugendhilfe, der Aufbau neuer Länderkooperationen und Stärkung ausgewählter bilateraler Beziehungen, die Unterstützung der Träger internationaler Jugendarbeit, die Förderung der internationalen Mobilität, die Förderung (der Anerkennung) nicht-formaler Bildung sowie die Stärkung der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die internationale Jugendarbeit.
