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DPJW bilanziert: Fast zwei Millionen Jugendliche in 18 Jahren

Fast zwei Millionen Jugendliche in 18 Jahren: Aufsichtsgremium des Deutsch-Polnischen Jugendwerks bilanzierte das vergangene Jahr

In diesem Jahr überschreitet das Deutsch-Polnische Jugendwerk (DPJW) die Zwei-Millionen-Grenze: Zwei Millionen Jugendliche aus beiden Ländern werden sich dann seit der Gründung des DPJW vor 18 Jahren begegnet sein. Zum Jahresende 2008 vermeldete das DPJW mehr als 1,9 Millionen Teilnehmer an den von ihm geförderten Projekten, das heißt durchschnittlich treffen sich jährlich 130 000 junge Deutsche und Polen, um ihre Kollegen von der anderen Oderseite kennen zu lernen. Finanziert wird die Arbeit des DPJW mit jährlich rund 9,5 Millionen Euro zu gleichen Teilen von den Regierungen Deutschlands und Polens, die das Jugendwerk 1991 ins Leben gerufen haben.

Über die Pläne des DPJW für das Jahr 2009 sprach am 19. und 20. März der Deutsch-Polnische Jugendrat in Berlin. Eröffnet wurde die Sitzung von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Dr. Ursula von der Leyen. Der Jugendrat ist das höchste Gremium des DPJW, geleitet wird es von den beiden Staatssekretären der jeweils zuständigen Ministerien – Gerd Hoofe vom BMFSFJ und Krzysztof Stanowski vom Ministerium für Nationale Bildung Polens (MEN). Ratsmitglieder sind 22 Vertreter aus polnischen und deutschen Landes- und Regionalbehörden (je 5 Mitglieder) sowie Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendarbeit (je 6 Mitglieder). Der Jugendrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Jahresplanung und den Etat des DPJW für 2009 bestätigt sowie die Rechnungsprüfer bestellt.

Das Jahr 2009 bietet gerade im deutsch-polnischen Bereich eine Vielzahl an Gedenkanlässen, die verbunden sind mit historischen Ereignissen. Daher hat das DPJW das Thema Geschichte in diesem Jahr zu einem seiner Schwerpunkte gemacht. Um den Deutsch-Polnischen Jugendpreis können sich Projekte bewerben, die zum Thema „Erinnerung bewahren“ statt fanden. Darüber hinaus gibt das Jugendwerk in diesem Jahr das Buch „Polen, Deutschland und der Zweite Weltkrieg“ heraus, an dessen Entstehen Historiker und Pädagogen beider Länder gemeinsam beteiligt waren. Das Buch soll Lehrern und Organisationen deutsch-polnischer Projekte Hilfestellung sein, wenn sie eine Jugendbegegnung zum Thema Geschichte planen. Es richtet sich aber auch an alle Interessierten in Polen und Deutschland, die sich näher mit dem Thema „Zweiter Weltkrieg“ aus beider Länder Sicht befassen wollen. Zur Präsentation des Buches wird das Jugendwerk zu öffentlichen Veranstaltungen mit Redakteuren, Autoren und Rezensenten in beiden Ländern einladen. Außerdem wird das DPJW beim Bürgerfest zum 60-jährigen Bestehen der Bundesrepublik vertreten sein und auch während des Jahrestages der „Versöhnungsmesse“ im niederschlesischen Kreisau.

Quelle: Pressemitteilung des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes v. 27.3.2009.

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