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Fachaustausch über Jugendinformation in Spanien

„Jugendinformation als Voraussetzung für gesellschaftspolitische Partizipation Jugendlicher“ war das Thema eines deutsch-spanischen Fachkräfteprogramms, das vom 25. bis 27. November 2009 in Madrid stattfand. Drei deutsche Fachkräfte besuchten das Koordinationsbüro der Jugendinformationszentren der Autonomen Region Madrid und informierten sich über die Aufgaben der spanischen Jugendinformationszentren, über ihre inhaltliche Schwerpunktgestaltung sowie über das stark ausgebaute Netzwerk der spanischen Jugendinformationszentren.

Im Rahmen des Fachprogramms wurden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Informationsbedürfnisse deutscher und spanischer Jugendlicher ausführlich erörtert. Die Themen Wohn- und Arbeitsverhältnisse junger Menschen stehen im Vordergrund der Jugendarbeit und Jugendpolitik Spaniens. Das zeigen auch die Nachfragen junger Spanier in den dortigen Jugendinformationszentren. Entsprechend wird auch ihr Angebot gestaltet. In Deutschland steht dagegen das Thema Auslandsaufenthalte im Vordergrund der Informationsarbeit der Jugendinformationszentren. Aber auch Gesundheit, Freizeit(gestaltung), kulturelles und soziales Engagement sind wichtige Themenfelder, die hier nachgefragt werden.

Deutsche und Spanische Fachkräfte vor dem Jugendhaus Waslala in Alcobendas Nähe Madrid

Deutsche und Spanische Fachkräfte vor dem Jugendhaus Waslala in Alcobendas bei Madrid. Foto: IJAB / Lejla Bubic

Die Gespräche mit dem Spanischen Jugendring und der Nichtregierungsorganisation Walsala verdeutlichten die Anforderungen und Herausforderungen, vor denen sowohl deutsche als auch spanische Fachkräfte der Jugendinformation stehen. Dazu zählt zum einen die Frage nach einer besseren Erreichbarkeit von sozial benachteiligten Jugendlichen für die Jugendinformationszentren. Das Ziel ist hier, deren Chancen in der Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern helfen. Zum anderen ist die Frage wichtig, wie Strukturen und Angebote der Jugendinformation so gestaltet werden, dass Jugendliche stärker daran partizipieren können. Im Zusammenhang damit kam auch die Rolle der "Peer-Experten" zur Sprache. Ein Good-Practice-Beispiel dafür lieferte der Besuch des Jugendhauses Waslala in Alcobendas nahe Madrid, das durch Eigeninitiative von jungen Menschen im Ort gegründet wurde und ausschließlich von ehrenamtlich tätigen Jugendlichen geleitet wird. Vorrangiges Ziel von Waslala ist, Türen für Jugendliche zu öffnen und sie zu ermutigen, sich auch auf internationaler Ebene auszutauschen.

Kontakt in fachlichen Fragen: Lejla Bubic, bubic (at) ijab.de

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