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8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer

"Die Integration in Deutschland gewinnt an Fahrt. Bei Sprache, Bildung und Ausbildung sind Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch gilt: Gerade im Bildungs- und Ausbildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt ist die Situation vieler Migranten nach wie vor dramatisch. Diese Großbaustellen der Integration müssen wir in den nächsten Jahren verstärkt angehen. Unser Ziel ist: Deutschland muss das Land der Aufsteiger werden!" Das erklärte Staatsministerin Maria Böhmer anlässlich des 8. Berichts über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland, den sie am 07.07.2010 dem Bundeskabinett vorgelegt hat. Anschließend übergab die Integrationbeauftragte den Bericht an Bundestagspräsident Norbert Lammert.
 
In der Presseerklärung heißt es u.a. weiter: "Grundsätzlich verfügen Mädchen über bessere Bildungsergebnisse als Jungen. Alarmierend ist, dass der Anteil aller Jugendlichen ohne Abschlüsse nahezu konstant geblieben ist und Jugendliche mit Migrationshintergrund nach wie vor annähernd doppelt so häufig die Schule abbrechen wie Jugendliche ohne Migrationshintergrund."
 
'Wir brauchen eine nationale Bildungsoffensive, um mehr jungen Migranten den Aufstieg zu ermöglichen. Zentrale Bedeutung kommt dem Spracherwerb von Anfang an zu. Nur wer Deutsch kann, wenn er in die Schule kommt, hat gleiche Startchancen. In den Kindergärten müssen dafür die Grundlagen gelegt werden. Noch nutzen Migranteneltern neun Prozent weniger häufig als Eltern ohne Migrationshintergrund diese Möglichkeit für ihr Kind. Um dies zu ändern, setze ich mich für ein verpflichtendes, beitragsfreies letztes Kindergartenjahr ein. Ein großer Schritt für eine gute Zukunft der Kinder und unseres Landes!' so Böhmer.
 
"In den Schulen muss die individuelle Förderung der jungen Migranten fortgesetzt werden. Hier sind die Länder in der Pflicht! Sie haben im Nationalen Integrationsplan zugesagt, bis 2012 das Bildungsniveau der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an den Gesamtdurchschnitt aller Schülerinnen und Schüler anzugleichen. Ich fordere die Länder auf, Schulen mit einem hohen Migrantenanteil besser auszustatten. Die Schulen müssen zu Orten der Integration werden. Dafür benötigen sie mehr Geld, mehr Lehrer und Schulsozialarbeiter sowie mehr Zeit in Form von Ganztagsschulen. Zugleich müssen wir mehr Lehrkräfte aus Zuwandererfamilien als Brückenbauer gewinnen. Zur Zeit haben nur fünf Prozent aller Lehrkräfte einen Migrationshintergrund. Das ist angesichts der steigenden Zahl der Migrantenkinder deutlich zu wenig!", so Böhmer.
 
Auszüge aus der Presseerklärung vom 07.07.2010

Link zur Kurzzusammenfassung des 8. Berichts: Hier klicken!

Link zum vollständigen 8. Bericht über die Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland: Hier klicken!

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