Angebote für Fachkräfte

Fachprogramme mit Japan

Fachprogramme: Aktuell

2010/2011
Zur Zeit bereitet IJAB im Auftrag des BMFSFJ folgende Fachprogramme vor:

Fachprogramm des Büros des Japanischen Ministerpräsidenten "Soziale Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement"
vom 10. bis 18.10.2010 in Berlin und Bonn

Dieses Programm führt IJAB in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) durch. Ziel ist die Weiterbildung junger japanischer Führungskräfte und der Aufbau von Netzwerkkontakten.

 

Systeme und Methoden früher Förderung (Teil 3)
vom 14.11. bis 27.11.2010 in Deutschland

In Zusammenarbeit mit dem japanischen Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie führt IJAB das Fachprogramm „Systeme und Methoden früher Förderung“ durch. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Übergangsphase Kindertagesstätte-Grundschule. Das Programm ist der dritte Teil des deutsch-japanischen themenorientierten Fachkräfteaustausches „Lebenskompetenz fördern“. Teilnehmen werden japanische Fachkräfte, die im Arbeits- und Themenbereich „Systeme und Methoden früher Förderung“ theoretisch und/oder praktisch verantwortlich arbeiten.

Fachprogramm des Büros des Japanischen Ministerpräsidenten: "Soziale Aktivätten und bürgerschaftliches Engagement"
vom 7. bis 22.02.2011 in Japan

Nähere Informationen und Details zur Ausschreibung finden Sie hier.

 

Weitere Informationen zu den anstehenden Programmen gibt es bei Dorothea Wünsch (wuensch[at]ijab.de) und Susanne Madelung (madelung[at]ijab.de)

 

Fachprogramme: Rückblick

2010
Im Jahr 2010 gab es folgende Fachaktivitäten:

 

2009
Im Jahr 2009 gab es folgende Fachaktivitäten:

  • 15.11. - 28.11.2009 in Deutschland: Fachprogramm "Systeme und Methoden früher Förderung
    (Teil 2)
    "
  • 11.10. - 19.10.2009 in Deutschland: Fachprogramm des Büros des Japanischen Ministerpräsidenten "Soziale Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement"
  • 16.05. - 30.05.2009 in Japan: Fachprogramm "Systeme und Methoden früher Fröderung
    (Teil 2)" (Gesamtbericht als pdf-Download)
  • 03.02. - 17.02.2009 in Japan: Fachprogramm des Büros des Japanischen Ministerpräsidenten "Soziale Aktivitäten für die Jugend: Jugenleiterentwicklung"

 

2008
Im Jahr 2008 gab es folgende Fachaktivitäten:

  • 30.11. - 14.12.2008 in Deutschland: Fachprogramm "Systeme und Methoden früher Förderung
    (Teil 1)
  • 09.11. - 17.11.2008 in Deutschland: Fachprogramm des Büros des Japanischen Ministerpräsidenten "Soziale Aktivitäten für die Jugend: Jugenleiterentwicklung"
  • 17.05. - 31.05.2008 in Japan: Fachprogramm "Systeme und Methoden früher Förderung
    (Teil 1)" (Gesamtbericht als pdf-Download)

 

2007
Im Jahr 2007 gab es folgende Fachaktivitäten:

2006
Im Jahr 2006 gab es folgende Fachaktivitäten:

2005
Im Jahr 2005 gab es folgend Fachaktivitäten:

 


 

Systeme und Methoden früher Förderung (Teil 3)
vom 15.5. bis 29.5.2010 in Japan

Deutsche und japanische Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe trafen sich vom 15. bis 29. Mai 2010 in Japan und tauschten Erfahrungen zum Thema "Systeme und Methoden früher Förderung - Transition vom Elementarbereich in die Grundschule" aus. Die japanischen Gastgeber hatten ein abwechslungsreiches Programm mit Besuchen in Institutionen vor Ort und Vorträgen entworfen, intensiven fachlichen Diskussionen kamen dabei aber nicht zu kurz. Die deutschen Fachkräfte erhielten in diesen Tagen wichtige Impulse für ihre Arbeit, insbesondere bei der Entwicklung von alters- und institutionsübergreifenden Bildungsplänen von 0 bis 15 Jahren, bei der Einbindung des sozialen Umfeldes und der Generationen sowie im Hinblick auf die räumliche Nähe der verschiedenen Institutionen, die beim Übergang vom Elementarbereich in die Grundschule eine Rolle spielen. In einem möglichen künftigen Fachaustausch sollten nach Meinung der Teilnehmenden die Themen "Was macht Kinder stark?“ sowie "Stärkung des Selbstwertgefühls als Schutzfaktor für den kompetenten Umgang mit Veränderungen" behandelt werden.

Die Auswertungspräsentation der A1-Delegation kann hier heruntergeladen werden.

 

 


 

Soziale Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement. Eine Qualifizierungsmaßnahme für junge Leiter/-innen von Aktivitäten mit Jugendlichen, älteren Menschen und Behinderten
Fachprogramm in Japan, 01.02 - 16.02.2010

Auf Einladung des Büros des japanischen Ministerpräsidenten (Cabinet Office) reisten zwölf deutsche Fachkräfte vom 1. bis zum 16. Februar nach Japan. Sie nahmen am Programm „Young Core Leaders of Civil Society Groups Development Program“ teil und trafen auf Kolleg(inn)en aus Finnland, Großbritannien und natürlich aus Japan.

 

Schnell entwickelte sich ein reger multilateraler Austausch über Themen wie bürgerschaftliches Engagement und soziale Aktivitäten in den Bereichen Jugend, Behinderte und ältere Menschen. Neben Einrichtungsbesuchen und Seminaren stand ein großes Diskussionsforum zum Thema „Management gemeinnütziger Organisationen“ auf der Agenda.

 

Teilnehmende NPO-Forum in Tokyo

(Teilnehmende NPO-Forum in Tokyo, Bild: CENTERYE) 

 

Japan hat großes Interesse an der Weiterentwicklung von NPOs. In den vergangenen Jahren haben NPO-Aktivitäten basierend auf Bürgerbeteiligung und Bürgerengagementin in der japanischen Gesellschaft an Bedeutung gewonnen. Die japanische Regierung hat das Potenzial von NPOs im sozialen Bereich und beim Aufbau einer harmonischen Gesellschaft erkannt und durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen die Gründung von NPOs erleichtert. So entstanden seit 2001 mehr als 38.000 neue NPOs. Die Organisationen sind meistens klein, beruhen auf ehrenamtlichem Engagement und sind mit geringen Finanzmitteln ausgestattet. Um die Managementkompetenzen der NPOs zu stärken und den Erfahrungsaustausch sowie die Vernetzung mit nationalen und internationalen Partnern zu fördern hat die japanische Regierung das Programm initiiert.

 

In der Präfektur Shiga konnten sich die internationalen Fachkräfte aus dem Jugendbereich in Gesprächen mit Verantwortlichen aus Kommunen und von der Präfekturregierung, von NPOs sowie von Forschungseinrichtungen davon überzeugen, welch breites Spektrum an Angeboten und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche in der Provinz Shiga bereitsteht. Im Mittelpunkt der Gespräche standen insbesondere die Themen Jugenddelinquenz, effektive Jugendentwicklung und multikulturelle Gesellschaft.

 

Besuch des bilingualen Kindergartens „Minna no ie“ in der Präfektur Shiga

(Besuch des bilingualen Kindergartens „Minna no ie“ in der Präfektur Shiga, Bild: CENTERYE)

 

Das Cabinet Office hat in den vergangenen Jahren einen Fokus auf die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik gelegt. In der 2008 verabschiedeten „National Youth Development Policy“ wurden die grundlegenden Prinzipien und mittel- und langfristigen Ziele für die Entwicklung der Jugend formuliert. Mit der Einrichtung der „Headquarters for Promotion and Development and Support of Children and Young People“ im April diesen Jahres sollen die Aktivitäten der verschiedenen Ministerien und Institutionen im Jugendbereich intensiver koordiniert und stärker abgestimmt werden.

 

Die intensiven Diskussionen mit den japanischen NPO-Partnern als auch die Gespräche mit den finnischen und britischen Kolleg(inn)en vermittelten vielfältige Kontakte, und die deutschen Fachkräfte nahmen zahlreiche neue fachliche aber auch allgemeine interkulturelle Erfahrungen mit nach Deutschland.

 

Diskussionsrunde im „Youth Rehabilitation & Support Center – Asukuru Kusatsu“

(Diskussionsrunde im „Youth Rehabilitation & Support Center – Asukuru Kusatsu",

Bild: Dorothea Wünsch)

 

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Bilaterales Fachprogramm mit Japan über frühkindliche Bildung

Vom 15. bis zum 28. November 2009 besuchten neun japanische Fachkräfte der frühkindlichen Bildung Deutschland. Dabei hatten die japanischen Teilnehmenden die Gelegenheit, sich intensiv über aktuelle Themen, Instrumente und Verfahren im Bereich „Systeme und Methoden früher Förderung“ in Deutschland zu informieren und sich mit deutschen Kolleg(inn)en auszutauschen. 

Besuch der japanischen Expert(inn)en in
einer Kindertagesstätte in Dresden

Besuch einer Kindertagesstätte in Dresden. Foto: IJAB / Dorothea Wünsch

Im Rahmen von Besuchen und Fachvorträgen in Berlin, Dresden und Königswinter sind die japanischen Fachkräfte insbesondere der Frage nach, wie Übergänge zwischen Familie, Kindertagesstätten und Schule gestaltet werden können, wie Erzieherinnen und Erzieher besser qualifiziert werden können, und wie junge Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder Unterstützung erfahren können. Neben Gesprächen im Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie in verantwortlichen Landesministerien standen u.a. Besuche in Kindergärten und Krippen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf dem Programm.

Ähnlich wie in Deutschland werden auch in Japan aufgrund von gesellschaftlichen Veränderungen neue Herausforderungen sichtbar und Anpassungen im Bereich der frühkindlichen Betreuung und Bildung notwendig. Gesetzliche Änderungen und politische Zielsetzungen in den letzten Jahren haben die Bedeutung des frühkindlichen Bildungs- und Erziehungssystems und die Unterstützung für die Eltern betont. Als neue Entwicklung wird dabei die Zusammenlegung von bislang getrennten Kindergärten und Kindertagesstätten zur Verbesserung des Bildungsniveaus und zum Ausbau der Betreuungszeiten vorangetrieben. Der Fokus wird zudem auf eine stärkere Ausrichtung der Kindertageseinrichtungen hin zur Unterstützung der Eltern bzw. Familien und des Wohnumfeldes in ihrer Erziehungskompetenz gelegt. Neben dem Leitbild der Förderung der Lebenskompetenz gewinnt das Leitbild der Kontinuität des Lernens an Bedeutung, das sich u.a. auch in einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtung und Schule ausdrückt.

Besuch der Kindertagesstätte Waltersdorf

Die japanischen Gäste vor der Kindertagesstätte in Waltersdorf. Foto: IJAB / Dorothea Wünsch

Die unterschiedlichen strukturellen Gegebenheiten und Ansätze bieten vielfältige Möglichkeiten für Austausch und Diskussion zwischen deutschen und japanischen Fachkräften. Auch im nächsten Jahr wird sich das deutsch-japanische Fachkräfteprogramm mit dem Thema frühkindliche Bildung befassen.

Kontakt in fachlichen Fragen: Dorothea Wünsch, wuensch (at) ijab.de

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Jugend und Medien – Jugendmedienschutz in Japan
Fachprogramm in Japan, 19.05. - 02.06.07

Tetsuo Abe bei seinem VortragJugend und Medien – dieses Thema beherrscht, mit unterschiedlichen Schwerpunkten, seit drei Jahren die jugendpolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan. Die Ergebnisse des jüngsten deutsch-japanischen Studienprogramms zum Thema „Jugend und Medien - Jugendmedienschutz“ liegen jetzt in Form eines gesammelten Fachberichts vor.  

Vom 19. Mai bis 2. Juni 2007 reiste die deutsche Delegation, bestehend aus Fachkräften und Verantwortlichen aus dem Bereich des Jugend(medien)schutzes, nach Japan und informierte sich vor Ort über gesetzliche Regelungen zum Jugendmedienschutz, über Formen der Selbstkontrolle der japanischen Film- und Fernsehwirtschaft, die Auswirkungen des Handygebrauchs auf Kinder und Jugendliche, den Jugendschutz bei Videospielen und vieles mehr.   

Durchgeführt wurde das zweiwöchige Studienprogramm im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) von IJAB in Kooperation mit der neuen japanischen Partnerorganisation National Institution for Youth Education (NIYE).  

Die insgesamt 78 Seiten umfassende Dokumentation der deutschen Delegationsteilnehmerinnen und -teilnehmer steht  hier zum Download bereit (pdf-Dokument, 7,5 MB).

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Jugendmedienkompetenz
Fachprogramm in Deutschland, 08.10. - 21.10.06 

Mit der organisatorischen Vorbereitung und Durchführung der Fachprogramme für die Gruppe A1 hat das BMFSFJ den IJAB beauftragt; für die Gruppe A2 das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB).

Für beide Gruppen fanden die entsprechenden Fachprogramme in Japan bereits im Zeitraum vom 22.05. bis 4.06.2006 statt.

Unter der Überschrift „Jugendpolitischen Zielsetzungen“ sollte mit den beiden Maßnahmen erreicht werden, dass mit und durch die Programmgestaltung sowohl den japanischen als auch den beteiligten deutschen Fachleuten wichtige Impulse zur Fortentwicklung der jeweils eigenen Jugendarbeit in den beiden vereinbarten Themenfeldern

  • Jugendmedienkompetenz (Gruppe A1)
  • Erwerb von Lebenskompetenz / Soziales Lernen (Gruppe A2)

vermittelt werden.

Hierbei sollte in beiden Programme eine gezielte Vertiefung des Erfahrungstransfers vorgenommen werden, der in beiden Gruppen an die letztjährigen Facherfahrungen der japanischen Kolleginnen und Kollegen zu den Themen

  • Jugendmedienschutz/-kompetenz (Gruppe A1)
  • Erwerb von Lebenskompetenz / Soziales Lernen (Gruppe A2)

anknüpfen konnte und sollte.

Hinsichtlich der Zielsetzungen des Programms der Gruppe A1 „Jugendmedienkompetenz“ ist darüber hinaus anzuführen, dass es gerade in der Auseinandersetzung mit den japanischen Erfahrungen für die deutsche Seite wichtig war, den japanischen Kolleginnen und Kollegen zu vermitteln, dass wir unter dem „Erwerb von Kompetenzen“ eine direkte Stärkung von Kindern und Jugendlichen sehen, im Leben – und hier im Medienleben – sich zu bewegen und sich zu behaupten.

In Japan wird unter dem Stichwort „Medienkompetenz“ wesentlich stärker der Schutzgedanke sowie die technischen Fähigkeiten im Umgang mit den Medien verstanden.

Der ausführliche Abschlussbericht steht als PDF-Datei zum Download zur Verfügung.

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Vermittlung von Jugendmedienkompetenz in der Jugendhilfe
Fachprogramm in Japan, 20.05. - 03.06.06

Japanische Schülerinnen im MedienunterrichtDie ‚Medienthematik’ und ihre jugendpolitischen Implikationen in der jugendpolitischen bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan wird von den beiden verantwortlichen Ministerien – dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem japanischen Ministerium für Erziehung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) – für sehr wichtig erachtet. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund einer Neuausrichtung der fachlichen Kooperation mit Japan, stärker als bisher aktuelle jugendpolitische Themen zur Fortentwicklung der jeweils eigenen Jugendarbeit zu bearbeiten.

Auf Basis dieser bilateralen Verabredungen der beiden Ministerien hielt sich vom 20. Mai bis 3. Juni 2006 eine deutsche Fachdelegation zu den Themen „Vermittlung von Jugendmedienkompetenz in der Jugendhilfe“ in Japan, sowohl in Tokio als auch in Takamatsu (Präfektur Kagawa), auf.

Auf deutscher Seite ist der IJAB seitens des BMFSFJ mit der Durchführung und Leitung dieses Programms beauftragt worden. Bei der Vorbereitung sowie der Durchführung der Maßnahme konnten wir uns vor allem auch auf die Ergebnisse der IJAB-Fachdelegationen von 2004 und 2005 zu den angeführten Themen stützen und diese ganz gezielt praxisrelevant vertiefen.

In diesem Gesamtbericht sind die Einzelberichte der Teilnehmenden zu ihren jeweiligen Fachthemen dokumentiert. Entsprechend hoffen wir, dass die Berichte zu den spezifischen Themenfeldern der Autorinnen und Autoren den Leserinnen und Lesern vielfältige neue fachliche Anregungen für die eigene Arbeit geben können.

Weiterführende Informationen erteilt Niels Meggers.

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Jugendmedienschutz/-kompetenz
Fachprogramm in Deutschland, 14.11. - 26.11.05

In einem 10-tägigen Fachprogramm konnten die japanischen Fachkräfte Theorie und Praxis des Jugendmedienschutzes vergleichen und einen intensiven Fachdialog mit den deutschen Kolleginnen und Kollegen führen, die ihrerseits von der ausführlichen Darstellung der aktuellen Jugendthemen in Japan profitierten und so einen Eindruck erhielten, welche Auswirkungen das internetfähige Handy - über das in Japan fast jeder Jugendliche verfügt – in naher Zukunft auch bei uns in Europa haben wird und welche Herausforderungen durch die allgemein zugängliche Internetnutzung in naher Zukunft auf die Jugendarbeit / auf den Jugendmedienschutz in Deutschland zukommen.

Das Fachprogramm gliederte sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil, wobei an dieser Stelle nur einige ausgewählte Programmpunkte genannt werden sollen: Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen, Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle, Freiwillige Kontrolle der Filmwirtschaft, Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien sowie Jugendschutz.net.

Japanische Delegation im Jugendfilmclub im Medienzentrum KölnIn den Fachvorträgen wurden die verschiedenen Aspekte des Jugendmedienschutzes vorgestellt und diskutiert.

Zu den Praxisbesuchen zählten u.a. der Jugendfilmclub im Medienzentrum Köln, der Themenpark des Albert-Schweizer-Jugendheims bei Darmstadt, Jugendmedienschutzprojekt im Polizeipräsidium Wiesbaden sowie die Modellprojekte Medienkompetenz in einer Gesamtschule in Darmstadt.

Auf diese Weise konnte das theoretische Wissen der japanischen Gäste immer wieder durch praktische Erfahrungen überprüft und ergänzt werden. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmenden von dem deutschen System der freiwilligen Selbstkontrolle der einzelnen Medienbranchen.

Der ausführliche Sachbericht steht als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

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Jugendmedienschutz/-kompetenz
Fachprogramm in Japan, 22.05. - 04.06.05

„Japan ist der Zeit voraus. Was passieren wird, ist heute schon in Tokio zu sehen“, so das Statement eines in Tokio lebenden Franzosen zur generellen Stellung von Tokio als weltweiter Trendsetter Nummer eins, zitiert am 31. Dezember 2005 im "Kölner Stadtanzeiger".

Werbeplakat für Jugendschutz in NagasakiZwar bezog sich dieses Statement in erster Linie auf Mode-Entwicklungen und „Lifestyle-Produkte’, aber u. E. kann es ohne weiteres in gleicher Weise auf die japanische Medienwelt übertragen werden: Pokémon, Mangas, japanische PC-Spiele – alles japanische Medienprodukte, die eine weltweite Verbreitung und Bedeutung besitzen.

Nicht zuletzt auch in Hinblick auf die Entwicklung der deutschen Handynutzung sind die japanischen Erfahrungen ein äußerst wertvoller „Blick in die Zukunft“. Denn: Bezogen auf die Handynutzung in Japan kann festgehalten werden, dass von den 97 Mio. Handybesitzer(inn)en – bei 125 Mio. Einwohnern – Anfang 2005 bereits 76 Mio. einen Zugang zum Internet hatten. Kurz: das Handy also in Japan nahezu von allen Jugendlichen als „personalisiertes Medium“ mit Internetanschluss genutzt wird! Zum Vergleich: In Deutschland sind die ersten Internet-UMTS-Handys erst seit wenigen Monaten im bezahlbaren Angebot.

Es lag also auf der Hand, dass die ‚Medienthematik’ und ihre jugendpolitischen Implikationen in der jugendpolitischen bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Japan von den beiden verantwortlichen Ministerien – auf deutscher Seite das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), auf japanischer Seite das Ministerium für Erziehung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) – aufgegriffen worden ist. Dies auch vor dem Hintergrund einer Neuausrichtung der fachlichen Kooperation mit Japan, stärker als bisher aktuelle jugendpolitische Themen zur Fortentwicklung der jeweils eigenen Jugendarbeit zu bearbeiten.

Auf Basis dieser bilateralen Verabredungen der beiden Ministerien hielt sich vom 22. Mai bis 4. Juni 2005 eine deutsche Fachdelegation zu den Themen „Jugendmedienschutz/ kompetenz“ in Japan, sowohl in Tokio als auch in Nagasaki, auf.

Auf deutscher Seite ist der IJAB vom BMFSFJ mit der Durchführung und Leitung dieses Programms beauftragt worden.

Der Gesamtbericht steht als pdf-Datei (1,2 MB) zum Download zur Verfügung.

Weiterführende Informationen erteilt Niels Meggers.

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