Cathrin Piesche

Dokumentation der Fachtagung „Aktuelle politische Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Internationale Jugendarbeit“ erschienen

Die Fachtagung am 22. Februar 2017 in Berlin bildete den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Veranstaltungen im Jubiläumsjahr von IJAB, die sich aktuellen Fragen der Internationalen Jugendarbeit stellen. Die Dokumentation der Tagung mit Beiträge und Diskussionen kann nun als PDF heruntergeladen werden.

Menschen sitzen in einem Stuhlkreis und diskutieren
BildImage: Christoph Rieken

Schon immer steht die Internationale Jugendarbeit stärker als andere Praxisfelder der Kinder- und Jugendhilfe in einem politischen Kontext. Staatlich gefördert ist sie eng verbunden mit den politischen Zielsetzungen der Außenpolitik. Und auch die internationale Begegnung selbst ist außerhalb eines politischen Rahmens nicht zu denken, dadurch dass in ihr unterschiedliche nationale, kulturelle, historische und politische Lebenswelten und Narrative aufeinander treffen. Auch im pragmatischsten, „unpolitischsten“ Jugendaustausch ist die Politik der Herkunftsländer nicht auszublenden.

Gleichwohl fand sich das „Politische“ der Internationalen Jugendarbeit lange Jahre im fachlichen Diskurs kaum wieder. In 2013 wurde die politische Dimension im Rahmen des Innovationsforums Jugend global aufgegriffen. Aus der Diskussion entstand in Zusammenarbeit mit Forschung-und-Praxis-im-Dialog die Broschüre „Politische Dimension der Internationalen Jugendarbeit“. Damit sollte das Thema wieder verstärkt in den Diskurs eingebracht werden. Für die Praxis entwickelte Forschung-und-Praxis-im-Dialog Trainings, um die politische Dimension in internationalen Begegnungen in die reflexive Arbeit wieder stärker einzubeziehen. Bei der Trägerkonferenz 2016 des BMFSFJ beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit den „Herausforderungen durch aktuelle politische Entwicklungen“. Der Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung der Technischen Hochschule Köln hat gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und des Sekretariats der Kultusministerkonferenz/ Pädagogischer Austauschdienst Veranstaltungen zum Thema Internationale Jugendarbeit und Politische Bildung durchgeführt.

Diese Aktivitäten und Prozesse sind auch vor dem Hintergrund aktueller weltweiter politischer Entwicklungen zu betrachten, die die Rahmenbedingungen und die konkrete Durchführung von internationalen Jugendaustauschprojekten zunehmend beeinflussen. Träger müssen mit Sicherheitsproblemen und politischen Konflikten, mit sinkenden Teilnehmerzahlen und abgesagten Begegnungen umgehen. Sowohl die Teamerinnen und Teamer von Jugendbegegnungen als auch Entscheidungsträger der Organisationen stehen in der Auseinandersetzung mit ihren internationalen Partnern vermehrt vor schwierigen Situationen. Einschränkung demokratischer Rechte in Partnerländern, zunehmende Nationalismen und Abgrenzungsbewegungen von der europäischen Gemeinschaft, vor Krieg und Armut nach Europa fliehende Menschen, steigende Gefahr terroristischer Anschläge, zunehmender Rechtsextremismus und Rassismus.

Mit der Fachtagung hatten IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland und die Mitgliedsorganisationen es sich zur Aufgabe gemacht, die einzelnen Diskussionsstränge zusammenzuführen. Weit über 100 Interessierte aus dem gesamten Bundesgebiet folgten dieser Einladung. Die folgenden Texte dokumentieren die Beiträge und Diskussionen dieser Tagung.

[Aus der Einleitung der Dokumentation von Christiane Reinholz-Asolli und Claudia Mierzowski]

>> Zum Download



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