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Bundesregierung beantwortet Kleine Anfrage der AfD zum deutsch-russischen Jugendaustausch

In einer Kleinen Anfrage von Anfang Oktober 2018 haben der AfD-Abgeordnete Dr. Anton Friesen und die Fraktion der AfD Fragen zum deutsch-russischen Jugendaustausch an die deutsche Bundesregierung gerichtet. Insbesondere geht es um statistische Angaben zu Teilnehmenden-Zahlen beider Seiten am Schüler- und Jugendaustausch, den Begegnungsorten in Russland und zur Förderung. Zudem wird nach den geplanten Entwicklungen für den deutsch-russischen Jugendaustausch gefragt. Die Antwort der deutschen Bundesregierung liegt nun vor.

Teilnehmenden-Zahlen und Begegnungsorte

Die deutsche Bundesregierung legt in ihrer Antwort Statistiken zur Beteiligung deutscher und russischer Jugendliche und Fachkräfte am Austausch seit 2006 vor, in erster Linie der Begegnungen, die über die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH gefördert wurden. Verwiesen wird auch auf Maßnahmen, die vom Auswärtigen Amt gefördert wurden.

Bezüglich der Begegnungsorte verweist die Bundesregierung auf rund 180 Orte in der Russischen Föderation. An vorderster Stelle stehen hier die Städte St. Petersburg und Moskau sowie das Gebiet Kaliningrad. Aber auch im Gebiet Tjumen, in der Region Chabarowsk, in der Republik Tschetschenien und der Republik Komi fanden Begegnungen statt.

Förderung des deutsch-russischen Jugendaustauschs

Zudem macht die deutsche Bundesregierung Angaben zur Förderung des deutsch-russischen  Jugendaustausches durch den Bund (Bundesministerium für Familie, Seniore, Frauen und Jugend) seit 2006. Damals standen Mittel in Höhe von 1.500.000 Euro zur Verfügung, 2018 liegt die Förderung bei 2.050.000 Euro. Das Auswärtige Amt steuert 2018 Mittel in Höhe von 148.000 Euro für den deutsch-russischen Jugendaustausch bei.

Bezüglich der Erhöhung von Mitteln für den deutsch-russischen Jugendaustausch verweist die Bundesregierung auf den aktuellen Koalitionsvertrag, in dem die Stärkung des internationalen Jugendaustauschs vereinbart wurde. Für 2019 sieht der Haushalt keine Anhebung der Mittel für den deutsch-russischen Jugendaustausch vor. Eine abschließende Entscheidung über das Fördervolumen trifft der Haushaltsgesetzgeber.

Erweiterung des deutsch-russischen Jugendaustauschs

Die Bundesregierung möchte "Jugendlichen aus möglichst vielen Regionen beider Länder den Zugang zum Jugendaustausch ermöglichen". Dafür sollen unter anderem "bestehende Städtepartnerschaften genutzt werden". Auch soll es "Jugendlichen unabhängig von Herkunft und sozialem Umfeld, Schülerinnen und Schülern aller Schultypen, jungen Auszubildenden aller Bereiche" verstärkt ermöglicht werden, am Jugendaustausch teilzunehmen. Dazu werden laut Bundesregierung derzeit entsprechende Konzepte auf deutscher und russischer Seite erarbeitet.

Weitere Informationen

Weitere Informationen gibt es in der Antwort der deutschen Bundesregierung auf die Kleine Anfrage. Beide Dokumente sind zu finden auf der Webseite des Dokumentations- und Informationssystems des Deutschen Bundestags.

Quelle: Deutscher Bundestag

Informationen zum deutsch-russischen Jugendaustausch finden sich außerdem unter www.stiftung-drja.de.

Redaktion: DIJA

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