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7. Arabischer Jugendbericht veröffentlicht: Demokratie als Konzept für die Region in Frage gestellt

Screenshot Website zum Arabischen Jugendbericht 2015. Bildquelle: ASDA’A Burson-Marsteller

Im April 2015 hat die Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Marktforschung ASDA'A Burson-Marsteller ihren 7. Bericht zur Arabischen Jugend vorgestellt. Zu den Top-10-Erkenntnissen aus den Antworten der Jugendlichen auf die Frage, was sie über die ihre Zukunft zu sagen haben, gehören:

  1. Mit dem Abflauen des Arabischen Frühlings sind sich die Jugendlichen nicht sicher, ob Demokratie im Nahen Osten jemals funktionieren wird.
  2. Das Erstarken von ISIS wird als größte Hürde in der Region betrachtet und weniger als die Hälfte der arabischen Jugendlichen vertraut darauf, dass ihre jeweilige Regierung damit umgehen kann.
  3. Die Arbeitslosigkeit gehört zu den größen Problemen in der Region. Viele junge Menschen möchten gerne ihre eigene Firma gründen.
  4. Die arabischen Jugendlichen sind trotz aller Probleme in der Region verhalten optimistisch, wenn es um die Zukunft geht.
  5. Auch wenn viele Jugendliche Arabisch als Teil ihrer Identität betrachten, glauben viele von ihnen, dass die Sprache an Wert verliert und kommunizieren daher vielfach auf Englisch.
  6. Die meisten Jugendlichen nennen zum 4. Mal in Folge die Vereinigen Arabischen Emirate (VAE) als das Land, in dem sie leben möchten und das sie als Modell für ihr Land betrachten, dem man nacheifern sollte.
  7. Saudi-Arabien gilt als oberster Verbündeter in der Region, gefolgt von den USA und den VAE.
  8. Die Mehrheit der arabischen Jugend, insbesondere in den OPEC-Ländern, machen sich Sorgen über die fallenden Energiepreise, aber die meisten glauben, dass das nur eine temporäre Erscheinung ist.
  9. Viele Jugendliche achten auf das Herkunftsland von Markenprodukten und vier von fünf Jugendlichen schließen es nicht aus, eine Marke aus politischen Gründen zu boykottieren.
  10. Trotz der zunehmenden Rolle von Computerspielen, spielt das Fernsehen immer noch die wichtigste Rolle im täglichen Leben der arabischen Jugendlichen.

Befragt wurden Jugendliche aus Algerien, Ägypten, Bahrain, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko, Oman, Palästina, Katar, Saudi-Arabien, Tunesien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und dem Jemen.

Alle Ergebnisse der Umfrage zum Nachlesen auf Englisch unter www.arabyouthsurvey.com/en/findings/

Quelle: ASDA’A Burson-Marsteller

Redaktion: DIJA

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