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8. Deutsch-Russisches Jugendparlament erfolgreich beendet

Das 8. Deutsch-Russische Jugendparlament hat am 16. November im Plenarsaal der Moskauer Stadtduma sein abschließendes Ergebnispapier präsentiert. Trotz hitziger Diskussionen bis in die späten Abendstunden, Wortklaubereien und einiger sprachlicher Hürden, fanden die 50 deutschen und russischen Jugendparlamentarier zu einem beachtlichen Konsens.

"Das Ergebnispapier zeigt deutlich", so der Ko-Vorsitzende des Jugendparlaments Gabriel Deutscher zu Beginn der Abschlusssitzung, "wie fruchtbar und konstruktiv die Arbeit des Deutsch-Russischen Jugendparlaments verlaufen ist."

Nach der Abschlusssitzung des Jugendparlaments trafen die Jugendparlamentarier auf Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Wladimir Putin. Im Rahmen der Abschlusssitzung des Petersburger Dialogs im Kreml stellten die Ko-Vorsitzenden des 8. Deutsch-Russischen Jugendparlaments ihre Ergebnisse vor.

„Die Jugend ist der beste Botschafter der deutsch-russischen Freundschaft. (…) Die Intensivierung des Jugendaustauschs ist eine Investition in die Zukunft mit hoher Rendite.“, betonte Gabriel Deutscher vor den beiden Regierungschefs. Anna Kosenkowa erinnerte nochmals beide Seiten an die Vereinbarungen des bisher gültigen Abkommens, in dem sich beide Länder zur Unterstützung des Jugendaustauschs verpflichtet haben. Die 21-jährige Studentin aus Moskau und der 25-jährige Jurastudent aus Passau waren am Montag zuvor im Rahmen der Eröffnungsplenarsitzung in der Moskauer Stadtduma als Ko-Vorsitzende des Jugendparlaments gewählt worden. In ihrem Ergebnispapier fordern die Jugendlichen:

  • Sicherstellung einer paritätischen und angemessenen Finanzierung des Jugendaustauschs auf beiden Seiten;
  • Erleichterungen bei der Visaerteilung: Ermöglichung von Onlinebeantragungen von Visa, Abschaffung der Pflicht zum persönlichen Erscheinen bei der Beantragung, Verringerung der Anzahl der für das Visum erforderlichen Dokumente;
  • Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel: Intensivierung der Kontakte zwischen Unternehmen und Schulen, neue Praktikumsprogramme für Schüler, Intensivierung des Auszubildendenaustausches;
  • Vereinbarkeit von Ausbildung/Beruf und Familie: flexible Wiedereinstiegsmodelle für junge Mütter sowie Teilzeit- und Homeofficemöglichkeiten;
  • Gegenseitige Anerkennung von Universitäts-, Schul- und Berufsabschlüssen.

Am Ende des 8. Deutsch-Russischen Jugendparlaments waren sich die Jugendparlamentarier aber nicht nur inhaltlich einig. Besonders betont wurde auch, dass das Jugendparlament als Schule der Zivilgesellschaft nicht nur die essentiellen Grundlagen der Demokratie erfahrbar gemacht hat, sondern im Mittelpunkt der Kontakt und die Begegnung miteinander standen.

In diesem Sinne freuen wir uns schon auf das nächste Deutsch-Russische Jugendparlament, das 2013 wieder in Deutschland stattfinden wird!

Hier finden Sie das Ergebnispapier:

Lebendige Impressionen vom Jugendparlament erhalten Sie auf To4ka-Treff. Zwei To4ka-Autoren begleiteten das Jugendparlament, um direkt vor Ort und in Farbe im To4ka-Blog zu berichten.

Hier gibt es weitere Meldungen rund um das 8. Deutsch-Russische Jugendparlament:

Quelle: Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch

Redaktion: Christian Herrmann

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