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AdB: Europa braucht politische Bildung

Netzwerk Europa. Bildquelle: TheAndrasBarta / pixabay.com

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. (AdB) hat nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des EU-Referendums in Großbritannien erneut seinen Willen für ein soziales und gerechtes Europa zum Ausdruck gebracht. Er verweist dabei auf den im Sommer 2015 von Expert(inn)en der internationalen Jugendarbeit und der europapolitischen Jugendbildung veröffentlichten Appell: Europa jetzt! [IJAB berichtete]. Diesem hatte sich auch der AdB angeschlossen. In dem Appell wurde die Sorge darüber zum Ausdruck gebracht, dass „die Europäische Idee zwischen nationalen, finanz- und wirtschaftspolitischen Interessen zerrieben wird und damit der Rückfall in längst überwunden gedachte politische und gesellschaftliche Entwicklungen droht. Die Zukunftschancen nicht nur von jungen Menschen werden dadurch nachhaltig beeinträchtigt.“

Nach Meinung des AdB macht die Entscheidung der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union deutlich, "dass die zum Ausdruck gebrachte Sorge mehr als begründet war und es aktuell aller Anstrengungen bedarf, damit Europa nicht auseinanderbricht. Einmal mehr zeigt sich, dass der Binnenmarkt alleine nicht ausreicht, um die hier lebenden Menschen für die Idee von Europa zu begeistern und um eine gemeinsame europäische Identität zu stiften."

Der AdB weist noch einmal darauf hin, dass europäische Bildungsveranstaltungen, internationale Begegnungsmaßnahmen und auch die Freiwilligendienste zivilgesellschaftliche Instrumente sind, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen. Damit diese Instrumente nachhaltig Wirkung zeigen, brauchen sie mehr denn je die Unterstützung einer Politik, die sich offensiv zu diesen Zielen bekennt und sie in europäische Politik umsetzt. Lau AdB leisten die Träger und Einrichtungen der politischen Bildung in ganz Europa "ihren Teil, den gesellschaftlichen Kitt zu stärken, der aus mehr besteht als aus Zollfreiheit, Handelsabkommen und freiem Warenverkehr."

Quelle: Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V.

Redaktion: DIJA

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