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Aktion Sühnezeichen bilanziert und feiert fünf Jahrzehnte internationale Sommerlager

Über 200 Teilnehmer/-innen aus dem In- und Ausland werden ab heute zu einer internationalen Tagung von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Magdeburg erwartet.

Unter dem Motto „Gegen den Strom. Geschichten über Mut, Erinnerung und Demokratie aus fünf Jahrzehnten internationaler Sommerlager von Aktion Sühnezeichen“ diskutieren Referent/-innen aus Ost- und Westeuropa über zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus und lebendige Geschichtsvermittelung und Erinnerungsarbeit.

Am Sonntag, den 29. April 2012 werden ASF-Freiwillige im Rahmen der Tagung einen besonderen Einsatz zum Erhalt von Erinnerungsorten an die Opfer des Holocaust in Magdeburg leisten: In mehreren Gruppen werden alle 280 „Stolpersteine“ für deportierte Juden und Jüdinnen in Magdeburg gereinigt und an die Ermordeten erinnert. Start dieses so genannten Mini-Sommerlagers ist um 12 Uhr am Roncalli-Haus, der Abschluss gegen 17 Uhr am Denkmal für die Alte Synagoge in der Magdeburger Innenstadt.

Zu den Referent/-innen der Tagung gehören u.a. u.a. die russische Menschenrechtsaktivistin und Historikerin Dr. Irina Scherbakowa (MEMORIAL / Moskau), die ungarische Literaturwissenschaftlerin Dr. Katalin Pécsi, die tschechische Historikerin Dr. Michaela Vidláková, Joachim Garstecki (ehem. Generalsekretär der dt. Sektion von Pax Christi / Magdeburg), der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Filmemacher Konrad Weiß und der Theologe Friedrich Magirius (Superintendent i.R. / Leipzig). Beim Festgottesdienst am 29. April 2012 um 10 Uhr im Magdeburger Dom wird der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider predigen.

Die Schirmherrschaft haben Landesbischöfin Ilse Junkermann (EKM) und Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff übernommen. Anlass der Tagung ist das 50-jährige Jubiläum der Sommerlager von Aktion Sühnezeichen, die 1962 mit Arbeitseinsätzen von Freiwilligen beim Wiederaufbau zerstörter Kirchen in Magdeburg begannen. Seitdem haben rund 15.000 junger und älterer Freiwilliger in Ost- und Westeuropa sowie in Israel in 14-tägigen internationalen Sommerlagern beim Erhalt jüdischer Friedhöfe, bei der Renovierung von Wohnungen für NS-ZwangsarbeiterInnen und beim Erhalt von Gedenkstätten – u.a. in der Lichtenburg/Prettin (Sachsen-Anhalt) - beigetragen.

Details zum Programm finden Sie unter www.asf-ev.de/de/ueber-uns/organisation/tagung.html. Details der Stolperstein-Verlegeorte finden Sie unter: http://magdeburg.de/PDF/Stadtplan.PDF?ObjSvrID=698&ObjID=14228&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1332837178.

Quelle: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

Redaktion: Christian Herrmann

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