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Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) erhält den Preis des Westfälischen Friedens

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) erhält den Preis des Westfälischen Friedens
Der Preis des Westfälischen Friedens BildImage: WWL

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste wird am 8. Oktober 2016 in Münster mit dem zehnten Preis des Westfälischen Friedens für seine nachhaltige Arbeit für Frieden und Verständigung ausgezeichnet.

Das teilte die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), die den mit 100.000 Euro dotierten Preis verleiht, mit. Aktion Sühnezeichen Friedensdienste teilt sich den Preis mit dem jordanischen König Abdullah II.

Mit seinem internationalen Freiwilligenprogramm und Sommerlagern in Europa, Israel und den USA trage Aktion Sühnezeichen Friedensdienste zur Förderung des Friedens bei. „Dabei ist es stets das Ziel, die Auseinandersetzung insbesondere junger Deutscher mit dem Nationalsozialismus und seinen Folgen zu fördern: durch Dialog und in der direkten Begegnung mit Menschen unterschiedlichster Herkunft“, sagte Dr. Reinhard Zinkann, der Vorsitzende der in Münster ansässigen WWL.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung unserer Arbeit. In Freiwilligendiensten und Sommerlagern setzen sich junge Menschen mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste auf vielfältige Weise für eine friedliche und gerechte Welt ein. In der Begegnung mit Überlebenden der Schoah, mit Flüchtlingen und mit ausgegrenzten Menschen wachsen unsere Freiwilligen und setzen Zeichen für Menschlichkeit und Vielfalt und gegen die fortwährenden Formen von Rassismus und Antisemitismus in unseren Gesellschaften. Mitgefühl, Solidarität, aber auch historisches und politisches Gespür werden durch die Praxis eines Friedensdienstes gestärkt“, so Jutta Weduwen, Geschäftsführerin von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.

In diesem Jahr wird der Westfälische Friedenspreis zum zehnten Mal vergeben. Die Wirtschaftliche Gesellschaft von Westfalen und Lippe, ein Zusammenschluss von Unternehmern, stiftete ihn erstmals 1998. Damals jährte sich das Ende des 30-jährigen Krieges und der Friedensschluss in Münster und Osnabrück zum 350. Mal. Gemeinsam mit Persönlichkeiten wie z. B. Václav Havel, Carla del Ponte und Helmut Schmidt ehrt der Preis immer auch Jugendorganisationen, die durch ihre Taten ein Beispiel für politische, soziale und ökologische Versöhnung und damit für Frieden in der Welt gegeben haben. Die Auszeichnung wird bei einer feierlichen Verleihung am 8. Oktober 2016 im Rathaus zu Münster überreicht. Die Laudatio auf den jordanischen König wird Bundespräsident Joachim Gauck halten.

Seit der Vereinsgründung 1958 ist Aktion Sühnezeichen Friedensdienste aktiv in der politischen Arbeit gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus und setzt sich für eine kritische und sensible Auseinandersetzung mit den Folgen der nationalsozialistischen Verbrechen ein. In Freiwilligendiensten und Sommerlagern engagieren sich jedes Jahr mehrere hundert, überwiegend junge Menschen in vielen Ländern Europas, den USA und Israel in Gedenkstätten, in der Begleitung von Überlebenden der Schoa und in der politischen Arbeit für eine inklusive, tolerantere Gesellschaft.

[Quelle: Pressemitteilung ASF, 17. März 2016]

Redaktion: Cathrin Piesche

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