zur Übersicht

Au-pair-Aufenthalt für den weiteren Bildungs- und Berufsweg nutzen: Studie erschienen

Kindermädchen und Kind am Tisch. Bildquelle: patrickheagney - iStock

Caterina Rohde hat in ihrem Dissertationsprojekt Au-pairs aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion befragt und beobachtet. Sie führte Interviews mit jungen Frauen, die sich nach ihrer Au-pair-Zeit in Deutschland niedergelassen haben. Außerdem sprach sie mit ehemaligen Au-pairs, die nach Russland zurückgekehrt sind. Viele von ihnen haben vorher schon in ihrer Heimat ein Studium begonnen oder bereits abgeschlossen. Wie bestimmen sie ihre Position in der deutschen Gastfamilie? Die Au-pair-Zeit hat für die russischen Frauen in doppelter Hinsicht die Bedeutung einer Bildungsphase: Einerseits sind Fremdsprachenkenntnisse eine wertvolle Arbeitsqualifikationen und andererseits werden biographische Orientierungen für die nachfolgende Lebensphase unabhängig von der Herkunftsfamilie möglich.

Die Studie untersucht grundlegende Themen des Au-pair-Programms, beispielsweise die Au-pair-Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen gering bezahlter Hausarbeit und weiblicher Migration, den Auslandsaufenthalt als biographischen Erfahrungsraum, die familiäre Autonomie, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die transnationale Mobilitätsfalle in der Re-Migration. Rohdes Buch zeigt, wie es vielen Frauen gelingt, den Au-pair-Aufenthalt für ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg zu nutzen und ihren sozialen Status als Akademikerin zu erhalten.

Rohde, Caterina: Au-pair Migration. Transnationale Bildungs- und Berufsmobilität junger Frauen zwischen Russland und Deutschland
238 Seiten
Verlag Barbara Budrich, 2014
ISBN 978-3-8474-0186-5
29,90 €

Quelle: www.au-pair-agenturen.de / Calypso Verlag GmbH

Redaktion: DIJA

Begleiten Sie uns

RSS-Feed abonnieren IJAB auf Facebook IJAB-Alumni-Gruppe auf Facebook IJAB auf Twitter IJAB auf YouTube

Newsletter