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Auslandsstudium soll noch attraktiver werden

Bund und Länder übermitteln der Europäischen Kommission die deutschen Forderungen für das Programm für lebenslanges Lernen ab 2014

Auslandsaufenthalte sollen für Studenten noch attraktiver werden. Das fordern Bundesbildungsministerin Annette Schavan und der Präsident der Kultusministerkonferenz Bernd Althusmann. Gemeinsam übermittelten sie der europäischen Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassiliou ein umfangreiches Positionspapier, das die wichtigsten Forderungen Deutschlands für die Zukunft des Programms für lebenslanges Lernen (PLL II) ab 2014 enthält. Im Sommer 2011 wird die europäische Kommission voraussichtlich einen Vorschlag für die Gestaltung der neuen Generation der europäischen Bildungsprogramme vorlegen.

Schwerpunkt des Programms für lebenslanges Lernen soll auch künftig die Mobilität von Lernenden und Lehrenden in Europa sein. Die Auslandsaufenthalte müssten aber, so Schavan und Althusmann, besser vorbereitet, begleitet und betreut werden. Für die bessere Betreuung ausländischer Studenten soll zum Beispiel ein freiwilliger europäischer Verhaltenscodex an Hochschulen sorgen. Die bewährte Programmstruktur wollen Schavan und Althusmann erhalten. Die Zusammenführung der früher eigenständigen Programmteile COMENIUS für die Schulbildung, LEONARDO DA VINCI für die Berufsbildung, ERASMUS für die Hochschulbildung und GRUNDTVIG für den Bereich der Erwachsenenbildung unter das gemeinsame Dach des PLL sei ein Erfolg. Bund und Länder wollen aber die vier Programmteile in Zukunft durchlässiger gestalten. Deutschland setzt sich ein für mehr Kontakte zwischen Arbeits- und Bildungswelt und begrüßt deshalb eine neu eingeführte Aktion zur Förderung von Schülerpraktika im Ausland.

Am 2. November 2010 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter Mitwirkung der nationalen Agenturen und Ländervertreter eine Fachkonferenz zur Zukunft des Programms für lebenslanges Lernen nach 2014 ausgerichtet. Insgesamt 200 bildungspolitische Akteure machten Vorschläge zur Verwaltungsvereinfachung und zur Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den Programmsäulen. Die Ergebnisse der Konferenz sind in das Positionspapier eingeflossen.

>>> Zum Download des Positionspapiers bei der Kultusministerkonferenz

[Quelle: Pressemitteilung des BMBF vom 28. März 2011]

Redaktion: Cathrin Piesche

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