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Belgien: Kinder- und jugendunterstützende Sozialdienste werden modernisiert und neu strukturiert

Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) möchte dem eigenen Anspruch gerecht werden, Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft einen gerechten Zugang zu Bildung, bestmögliche Entwicklungsperspektiven und effizienteste Unterstützungssysteme zu bieten.

Unter dieser Prämisse entstand in der DG, im Rahmen des breit angelegten Bürgerdialogs zur Erarbeitung des Regionalen Entwicklungskonzepts REK die Vision eines neuen „Integrierten Dienstes“, der die frühzeitige Förderung einer gesunden körperlichen, psychischen und sozialen Entwicklung aller jungen Menschen in der DG zwischen 0 und 20 Jahren zum Ziel hat. „Frühzeitig“ wird dabei im Sinne von Prävention verstanden und umfasst Maßnahmen, die zu einem frühen Zeitpunkt in der Entwicklung des Kindes (zum Teil schon vor der Geburt, zum Beispiel durch Information und Betreuung von Schwangeren) oder einer sich anbahnenden möglichen Fehlentwicklung (zum Beispiel durch die Stärkung von Jugendlichen gegen mögliches Suchtverhalten) ansetzen.

Im Mittelpunkt dieser präventiven Arbeit steht also die Förderung des Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen durch die Unterstützung von individuellen Kompetenzen und Ressourcen sowie durch die Schaffung von entwicklungsförderlichen Umwelt- und Lebensbedingungen in allen primären Lebensräumen. Dazu zählen die Krippe, der Kindergarten und die Schule genauso wie die Familie, die Nachbarschaft oder die Gemeinde.

Der neue Dienst wird - sollte er wie geplant nach breiter Konzertierung und parlamentarischer Debatte im September 2014 seine Arbeit aufnehmen können - zu einem direkten Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern. Unterstützend und beratend soll er aber auch den Schulleitungen und Lehrkräften zur Verfügung stehen in Fragen der Entwicklungs- und Gesundheitsförderung in den Schulen und Ausbildungszentren. Diese „Unterstützung aus einem Guss“ könnte – wenngleich auf europäischer Ebene immer häufiger gefordert, aber bislang kaum umgesetzt – über die DG hinaus Pionier- und Vorzeigecharakter erlangen.

Unter Federführung des Unterrichts- sowie des Gesundheits- und Sozialministers haben sich die beteiligten Dienste unter wissenschaftlicher Begleitung durch die international anerkannte Schulpsychologin Marianne Kant-Schaps auf den Weg gemacht, dieses Ziel zu erreichen.

Ein Interview mit Marianne Kant-Schaps können Sie hier lesen (weiter unten). 

Quelle: Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, gesehen 25.4.13

Redaktion: DIJA

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