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Bildungskooperation mit China ausbauen: KMK unterzeichnet Erklärung zu mehr Zusammenarbeit im Schüleraustausch

Dachdetail am Kaiserpalast in der Verbotenen Stadt in Peking. Bildquelle: Cornerstone / pixelio.de

Die Zusammenarbeit im Schüleraustausch stärken: Mit dieser Absicht ist die Präsidentin der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK), Brunhild Kurth, vom 10. bis 14. August nach China gereist. Bildungskooperation ausbauen, individuellen Schüleraustausch initiieren, Sprachunterricht fördern – das sind die Schwerpunkte der Reise.

Bildungspolitischer Höhepunkt des Besuchs im weltweit bevölkerungsreichsten Land ist die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung des chinesischen Bildungsministeriums, des Auswärtigen Amtes und der Kultusministerkonferenz zur stärkeren Zusammenarbeit im Bereich des Schüler- und Jugendaustauschs. „Sprachencamps, Sprachwettbewerbe, Stipendienprogramme für deutsche Lehramtsstudierende oder die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung – all dies ist Teil einer ganzen Palette von Kooperationsprojekten mit der chinesischen Seite“, erklärte die Präsidentin vor ihrer Abreise. „Der Besuch und die Vereinbarung werden wichtige Impulse für die deutsch-chinesischen Beziehungen im Bereich Bildung und Kulturaustausch setzen.“

Bereits jetzt gibt es zahlreiche gemeinsame Initiativen, die der Pädagogische Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz im Auftrag der Länder fördert. Auf großes Interesse stoßen die Schulpartnerschaften. 2015 finden rund 100 deutsch-chinesische Begegnungen mit rund 1700 Schülerinnen und Schülern und rund 200 Begleitlehrkräften statt (zum Vergleich 2014: 1346 Schülerinnen und Schüler sowie 179 Begleitlehrkräfte).

Gemeinsam mit der Stiftung Mercator hat der PAD im vergangenen Jahr außerdem einen Schulpartnerschaftsfond aufgelegt, der bis März 2017 Mittel für die deutsch-chinesische Projektarbeit bereitstellt. Angehende Deutschlehrer aus China bereichern als Fremdsprachenassistenzkräfte den Chinesisch-Unterricht an Schulen in Deutschland. Im neuen Schuljahr treten im Herbst 27 junge Chinesinnen und Chinesen eine Stelle an ‒ insbesondere an Schulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, aber auch in Thüringen oder Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus lädt der PAD jedes Jahr Deutschlehrkräfte aus China zu dreiwöchigen Hospitationen nach Deutschland ein und vermittelt junge Erwachsene aus Deutschland im Rahmen des Freiwilligendienstes „kulturweit“ an Schulen in China.

Quelle: Kultusministerkonferenz

Redaktion: DIJA

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