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Bolivien bringt neues Gesetz zur Legalisierung von Kinderarbeit auf den Weg

Arbeitendes Kind auf der Straße, Bildquelle: Diana Kosaric - Fotolia

In Bolivien leben schätzungsweise 850.000 arbeitende Kinder, die bislang teilweise illegal ihren Tätigkeiten nachgegangen sind. Bei den jüngsten Gesetzesverhandlungen vom bolivianischen Parlament am 3. Juli beschloss die bolivianische Regierung nun ein Gesetz, welches die Situation arbeitender Kinder in Bolivien anerkennt und sie durch einen gesetzlichen Rahmen schützt und entkriminalisiert. Erstmals wurde die Union der arbeitenden Kinder und Jugendlichen Boliviens (UNATsBO) an den Verhandlungen beteiligt.

Bislang erlaubte das Gesetz keine Ausnahmen von dem Mindestalter für arbeitende Kinder von 14 Jahren. In der neuen Regelung ist ein Arbeitsrecht für Kinder in einem Angestelltenverhältnis ab 12 Jahren vorgesehen, solange die durchschnittliche Arbeitsdauer sechs Stunden pro Tag nicht überschreitet. Selbständig arbeitende Kinder dürfen ihre Tätigkeit bereits ab 10 Jahren aufnehmen. Für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren gilt der nationale Mindestlohn. Voraussetzung der Arbeitsaufnahme von Kindern unter 14 Jahren ist, dass eine Ombudsperson vorab prüft, ob das Kind freiwillig arbeiten will, eine Zustimmung der Eltern vorliegt und dass die Art der Arbeit für die Gesundheit und Entwicklung des Kindes ungefährlich  und mit der Ausbildung vereinbar ist.

Quelle: CRIN  - CHILD RIGHTS INTERNATIONAL NETWORK

Stimmen zu dem Gesetz:

 

 

Redaktion: DIJA

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