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Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit startet Weiterbildungsreihe zur Interkulturellen Öffnung (IKÖ)

„Interkulturelle Öffnung ist ein tiefgreifender Veränderungsprozess, der Führungsinstrumente und Vielfaltskompetenz benötigt. Diese Schlüsselkompetenz von Individuen und Organisationen sichert die Zukunftsfähigkeit von Organisationen.“, sagte Dr. Hubertus Schröer, Geschäftsführer des Instituts Interkulturelle Qualitätsentwicklung München, bei der Auftaktveranstaltung zur Weiterbildungsreihe „Mehrwert IKÖ“ am 2. Februar in Kassel. Fachkräfte aus der Praxis und MultiplikatorInnen von der Landes- und Bundesebene waren in das Haus der Kirche gekommen, um sich über den aktuellen Stand der Diskussion zum Thema „Interkulturelle Öffnung“ und über die Weiterbildungsreihe zu informieren und um sich über ihre Erfahrungen in der eigenen Organisation auszutauschen.

„Ich bin aus Pflichtbewusstsein hergekommen und fahre mit vielen neuen Impulsen nach Hause“, so eine Teilnehmerin der Veranstaltung. Beim Austausch untereinander wurde schnell deutlich: Viele sind schon lange am Thema IKÖ dran und fragen sich, wie sie den Schritt vom Leitbild in die praktische Umsetzung schaffen und wie sie den Prozess mit neuen Impulsen in Bewegung halten können. Als Einzelkämpfer komme man da nicht voran, so die Erfahrung der TeilnehmerInnen, die Organisation insgesamt müsse sich verändern, weiterentwickeln. Diese Erkenntnis hat die BAG EJSA in ihrer Weiterbildungsreihe berücksichtigt und bietet explizit auch Module für Führungskräfte an.

„Beim Thema IKÖ gibt es nach wie vor viel zu tun, auch wenn man den Eindruck hat, das Thema sei schon durch und jetzt sei Diversity angesagt“, sagte Hubertus Schröer. Verschiedene Begriffe kursieren in diesem thematischen Zusammenhang Intercultural Mainstreaming zum Beispiel oder Managing Diversity. Es sei klug, beim Begriff „Interkulturelle Öffnung“ zu bleiben, so Schröer, denn dieser sei inzwischen in Politik, Verwaltung und Gesellschaft angekommenen und müsse inhaltlich gefüllt werden. Im Übrigen sei IKÖ anschlussfähig an das Diversity-Konzept mit den Vielfaltsdimensionen Alter, Geschlecht, ethnische Herkunft, sexuelle Orientierung, Religion und Behinderung.

Und was ist nun der Mehrwert von IKÖ? Die Sensibilisierung für Normalität und Besonderheiten, die Analyse von Bedarfen und Bedürfnissen, das Wissen um Diskriminierung und Rassismus kann dazu beitragen, dass Organisationen und Unternehmen ihrer Verantwortung, einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit zu leisten, besser gerecht werden können. Und sie werden in dem Sinne zukunftsfähig, dass sie kompetent auf die Veränderungen in der Gesellschaft reagieren können.

Zwar ist der Startschuss für die Weiterbildungsreihe „Mehrwert IKÖ“ gefallen. Einsteigen kann man aber jederzeit. In den Modulen im Jahr 2012 sind noch Plätze frei. Weitere Informationen: www.bagejsa.de/handlungsfelder/modellprojekte/ikoe.

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA)

Redaktion: Christian Herrmann

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