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Bundesregierung setzt auf schärferes Profil des Freiwilligendienstes "Weltwärts"

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst "Weltwärts" soll auf Basis der in einer Evaluation ausgesprochenen Empfehlungen fortgesetzt werden. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/9291) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/9088) hervor. Zu den Empfehlungen des Gutachtens gehören demnach unter anderem eine Schärfung des Profils des Programms sowie die verstärkte Einbeziehung von jungen Menschen mit Haupt- und Realschulabschluss und abgeschlossener Berufsausbildung sowie von Menschen mit Behinderungen.

Wie die Bundesregierung weiter mitteilt, sei unter anderem ein System "dauerhafter Qualitätsentwicklung und -überprüfung" für den seit 2007 bestehenden Freiwilligendienst in Vorbereitung. Nach derzeitigem Stand werde "die Bildung von Qualitätsverbünden, denen sich die Entsendeorganisationen anschließen müssen sowie die regelmäßige externe Überprüfung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität" angestrebt. Einzelheiten würden derzeit erarbeitet und bis Ende Juni vorliegen.

Dazu zählt unter anderem auch die Frage, wie bisher "schwer erreichbare Zielgruppen" einbezogen und die Zusammenarbeit mit den Rückkehrern intensiviert werden können. Eine Reduzierung der beteiligten Entsendeorganisation sei nicht geplant, schreibt die Bundesregierung. Allerdings geht sie davon aus, dass mit der Entsendung von jährlich rund 4.000 Beteiligten "eine weitgehende Marktsättigung" erreicht sei. Dies gelte sowohl für die Nachfrage seitens "geeigneter junger Menschen" als auch für die Kapazitäten der Entsendeorganisationen.

Quelle: hib, Nr. 188

Redaktion: Dr. Dirk Hänisch

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