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Chile: Schüler- und Studentenproteste für eine Reform des Bildungssystems

Bei einer Demonstration von Studenten in der chilenischen Hauptstadt Santiago ist es in der letzten Woche zu schweren Ausschreitungen gekommen. Teilnehmer der nicht genehmigten Proteste für eine Reform des Bildungssystems errichteten Barrikaden, setzten Autoreifen in Brand und bewarfen Polizeifahrzeuge mit Steinen. Die Sicherheitskräfte reagierten mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas. Mehr als 500 Studenten wurden festgenommen.

Nach diesen massiven Bildungsprotesten hat die chilenische Regierung des konservativen Präsidenten Sebastian Piñera die Studenten zum Dialog aufgerufen. Im Parlament legte sie zugleich mehrere Reformprojekte vor. Etwa 100.000 Studenten, Schüler und Lehrer hatten am Vortag in der Hauptstadt Santiago an einer Demonstration für ein gebührenfreies Bildungssystem teilgenommen. Bei den Kundgebungen, die auch in Valparaíso und anderen Städten organisiert wurden, kam es zu Ausschreitungen kleinerer Gruppen. Dabei wurden nach amtlichen Angaben 78 Menschen verletzt, darunter 55 Polizisten. Fast 400 Demonstranten wurden festgenommen. In Chile sind alle Universitäten und die meisten Schulen gebührenpflichtig.

Quelle: Deutsche Welle Newsletter, 5.und 11. August 2011.

Redaktion: Kerstin Wondratschek

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