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Dänemark schlägt neue Initiative zur Vorbeugung von Jugendkriminalität vor

Die dänische Ministerin für Soziales, Kinder und Integration, Annette Vilhelmsen, und ihr Kollege aus dem Justizministerium, Morten Bødskov, haben am 9. Oktober einen Vorschlag für eine neue Initiative zum stärkeren Einsatz sozialer Dienste und von Sozialstunden bei kriminell gewordenen Jugendlichen vorgestellt. Neben Fachpersonal sollen auch die Eltern stärker miteinbezogen werden.

Die Initiative umfasst vier Teilbereiche:

  • einen neuen "Jugenddienst": Dieser beinhaltete das Ableisten von 20 bis 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit ('Sozialstunden').
  • die Durchführung einer sogenannten 'Netzwerkberatung': Die Kommunen laden spätestens 7 Tage, nachdem sie von der Polizei die Unterlagen über den kriminell gewordenen Jugendlichen erhalten haben, diesen Jugendlichen samt Familie und weiterem Fachpersonal zu einem Gespräch ein.
  • ein Versuchsprojekt, wo Kommune und Polizei im Rahmen der SSP-Zusammenarbeit (Schule, soziale Einrichtungen, Polizei) Jugendliche mit asozialem, aber nicht kriminellem, Verhalten zu einem Treffen einladen. Außerdem werden Eltern und Schulvertreter eingeladen. Bei dem Treffen wird dann gemeinsam eine schriftliche Vereinbarung über 'gutes Benehmen' ausgearbeitet.
  • ein Projekt, das die Kommunen bei der Umsetzung der neuen gesetzlichen Anforderungen unterstützen soll.

Die Höhe der Mittel, die für die Initiative angesetzt werden, beläuft sich für den Zeitraum 2014-2017 auf 72,5 Millionen dänische Kronen. Dies wird Gegenstand der Verhandlungen über Finanzhilfen für das Jahr 2014 sein.

Quelle: Pressemeldung Dänisches Ministerium für Soziales, Kinder und Integration vom 9.10.13

Redaktion: DIJA

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