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DBJR: Jugendarbeit muss im EU-Programm „Erasmus für alle“ erkennbar bleiben

Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) teilt die Kritik der Bundesländer am geplanten EU-Programm „Erasmus für alle“. Die Bundesländer nehmen in der heutigen Bundesratsitzung unter anderem Stellung zu den Zielen, Leistungen und zur Struktur des künftigen EU-Programms. Sie betonen, dass die bisher bestehenden Programme im Jugend- und Bildungsbereich auch in Zukunft sichtbar und in ihrer Ausrichtung erhalten bleiben müssen, unter anderem das Programm „Jugend in Aktion“.
 
Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe ist wichtig, dass in einem Förderprogramm der EU der Bereich „Jugend“ deutlich erkennbar ist. Das Kernproblem: Im derzeitigen Entwurf des geplanten Programms „Erasmus für alle“ verschwindet die Jugendarbeit vollständig im Bildungsbereich. „Es ist grundlegend falsch, dass junge Menschen in Europa künftig ihre Persönlichkeit hauptsächlich in Schule, Ausbildung und Studium entwickeln können“, sagt Gunnar Czimczik, stellvertretender DBJR-Vorsitzender, „sie brauchen Freiräume, in denen sie sich selbstbestimmt engagieren und Erfahrungen sammeln können“. Diese notwendigen Räume werden im Vorschlag der EU-Kommission drastisch eingeschränkt. Das Programm „Erasmus für alle“ fokussiert stattdessen allein auf den Nutzen für Arbeit und Beschäftigung.
 
Viele Träger der Jugendarbeit in Deutschland und Europa, die Bundesregierung sowie die Bundesländer lehnen den Vorschlag der EU-Kommission zum EU-Programm in seiner geplanten Struktur und Ausrichtung deswegen ab. „Die Jugendarbeit muss ein wichtiger und möglichst eigenständiger Bereich bleiben, damit sich junge Menschen für ein vielfältiges und demokratischen Europa engagieren können“, sagt Gunnar Czimczik.

>> Empfehlungen der Ausschüsse des Bundesrats

Quelle: Deutscher Bundesjugendring

Redaktion: Christian Herrmann

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