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Deutsch-Polnische Konsultationen: Breite und enge Zusammenarbeit soll auch im Jugendaustausch intensiviert werden

Denkmal an der deutsch-polnischen Grenze auf Usedom. Bildquelle: rohrspatz / pixabay.com

Der Kampf gegen Fluchtursachen, ein intensiverer Jugendaustausch: Beispiele des gemeinsamen Vorgehens von Deutschland und Polen. Kanzlerin Merkel sprach von einer "breiten, sehr engen und freundschaftlichen Zusammenarbeit".

Die Begegnung stand im Zeichen des 25. Jubiläums der Unterzeichnung des Nachbarschaftsvertrages. Es sei "alles andere als selbstverständlich, dass Deutschland und Polen heute so gut nachbarschaftlich zusammenarbeiten können", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Abschluss ihres Treffens mit der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydło im Bundeskanzleramt.

"Ich finde, dass wir heute in einer sehr konstruktiven Atmosphäre, in einer sehr freundschaftlichen Atmosphäre miteinander gesprochen haben", bilanzierte die Kanzlerin die Beratungen der beiden Regierungen. Deshalb glaube sie, "dass es ein guter Tag war für die deutsch-polnischen Beziehungen."

Projekte für Geschichte und Zukunft

Als "sehr bewegend" hob die Kanzlerin in diesem Zusammenhang die Vorstellung eines gemeinsamen deutsch-polnischen Geschichtsbuches durch die beiden Außenminister hervor. "Das zeigt, dass wir uns auch im Rückblick unserer ja sehr komplizierten Geschichte, in der Deutschland sehr viel Schuld auf sich geladen hat, doch versuchen zu verständigen und in die Zukunft zu blicken."

Als Ansatzpunkte für eine enge Zusammenarbeit in der Zukunft stellte Merkel ein gemeinsames Projekt der Entwicklungsminister zum Bau einer Schule für Flüchtlingskinder im Libanon vor. Dieses Vorhaben war beim Antrittsbesuch der polnischen Ministerpräsidentin in Berlin vereinbart worden. Es dient der Bekämpfung von Fluchtursachen und ist Teil des gemeinsamen europäischen Vorgehens im Umgang mit der Flüchtlingskrise.

Auch der Jugendaustausch zwischen Deutschland und Polen solle intensiviert werden. Die Erhöhung des polnischen Beitrags wertete Merkel als "ein sehr gutes Zeichen, hier noch intensiver in die Zukunft hinein zusammenzuarbeiten." Auf deutscher Seite solle die Sprachausbildung für in Deutschland lebende Polen in den Bundesländern verstärkt werden.

Weitere Informationen zu Inhalt und Ergebnissen der deutsch-polnischen Konsultationen finden Sie auf der Internetseite der Bundesregierung.

Quelle: Die Bundesregierung, 22.06.2016

Redaktion: DIJA

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