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Deutsch-Polnische Regierungskommission tagte: Nachbarschaftliche Beziehungen hervorheben durch Jugendtreffen

Perspektiven-Mix. Bildquelle: Fotomari / pixelio.de

„Gute Lebens- und Arbeitsbedingungen dies- und jenseits der Oder und eine gemeinsame grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Gruppen in der Grenzregion gleichermaßen wichtig. Nur wer für sich und seine Familie eine Perspektive sieht und findet, bleibt in der Region und bringt sich ein“, sagte Europastaatssekretärin Anne Quart zum Abschluss des zweitägigen Treffens des Ausschusses für grenznahe Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission. Quart leitete dort als deutsche Co-Vorsitzende gemeinsam mit dem polnischen Co-Vorsitzenden, dem Wojewoden von Westpommern, Marek Tałasiewicz, die Sitzung des Ausschusses für grenznahe Zusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission.

Sie hob dabei die Bedeutung der Kommissionarbeit für beide Seiten hervor und sagte: „Die Ausschusssitzung hat einmal mehr die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu Polen in den Fokus gerückt und uns gemeinsam über die Anforderungen an die Zukunft nachdenken lassen.“ Sie freue sich über das zügige Inkrafttreten des Ratifizierungsabkommens über die Zusammenarbeit der Polizei-, Grenz-  und Zollbehörden und über die Absicht ein weiteres Rahmenabkommen über die Zusammenarbeit im Bereich des Eisenbahnverkehrs über die deutsch-polnische Staatsgrenze zügig auf den Weg zu bringen. Allen Ausschussmitgliedern sei die große Bedeutung guter Verkehrsanbindungen als Basis für eine gemeinsame Entwicklung bewusst, sagte Quart. Der Ausschuss habe daher beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzuberufen, die sich mit den erforderlichen Rahmenbedingungen, Möglichkeiten und der Finanzierung von grenzüberschreitenden Verbindungen befassen solle.

Das Themenspektrum der Ausschusssitzung reichte darüber hinaus von einer stärkeren Zusammenarbeit im Katastrophen- und Hochwasserschutz bis hin zu praktischen Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Rettungsdienst. Anlässlich des in diesem Jahr stattfindenden 70. Jahrestages zur Befreiung vom Faschismus und der Beendigung des II. Weltkrieges rief der Ausschuss dazu auf, die positiven nachbarschaftlichen Beziehungen besonders hervorzuheben, zum Beispiel in Form von gemeinsamen Ausstellungen, Jugendtreffen und ähnlichen Vorhaben kultureller, historischer oder gesellschaftlicher Art.

Einig sei man sich zudem, dass die gemeinsame Entwicklung der Oder-Region einen besonderen Stellenwert habe, unterstrich Quart zum Abschluss: „Ich bin sicher, dass dieser deutsch-polnische Ausschuss weiterhin eine sehr praxiswirksame Arbeit leisten und für andere EU-Länder als ein Modell der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit fungieren kann. Ganz besonders freue ich mich, die Ausschussmitglieder zur nächsten Sitzung im Jahr 2016 in Brandenburg begrüßen zu dürfen“, so Quart.

Quelle: Mitteilungen des Landes Brandenburg vom 17. April 2015

Redaktion: DIJA

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