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Deutsch-türkischer Jugendaustausch ist Investition in die Zukunft

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat vorgeschlagen, einen deutsch-türkischen Jugendaustausch nach dem Vorbild ähnlicher Institutionen wie zwischen Deutschland und Frankreich oder Polen einzurichten. 

In seiner Rede während der "Kronberger Gespräche" in Istanbul sagte Westerwelle am 15. Mai: "Wir sollten darüber nachdenken, wie wir den Austausch zwischen jungen Türken und Deutschen intensivieren können. Programme, die Deutschland mit seinen Nachbarn Frankreich und Polen entwickelt hat, können dafür als Vorbild dienen. Wir sollten eine türkisch-deutsche Brücke für die Jugend errichten."

Hierzu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder:
 
„Ich begrüße ausdrücklich die Initiative unseres Bundesaußenministers, analog dem deutsch-polnischen oder deutsch-französischen Jugendwerk auch einen deutsch-türkischen Jugendaustausch zu etablieren. Ein Jugendaustausch wäre das geeignete Mittel, die intensiven und freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren Ländern weiter zu festigen und auf eine neue Grundlage zu stellen. 

Deutschland ist schon jetzt Heimat von rund 2,5 Millionen Menschen türkischer Abstammung. Darunter sind etwa 1,7 Millionen Personen mit einem türkischen Pass. Sie stellen mit 25 Prozent die größte Gruppe von Ausländern in Deutschland. 

Hinzu kommt, dass die Bedeutung der Türkei weiter zunehmen wird. Durch ihre geographische Lage zwischen Europa und Asien nimmt sie sicherheitspolitisch eine Brückenkopf-Funktion ein. Und als Energiekorridor zwischen Europa und den Erdöl- und Erdgasvorkommen am Kaspischen Meer sowie im Nahen Osten wird sie in Zukunft weiter an Geltung gewinnen. Gerade wegen dieser wachsenden Bedeutung muss sich die Türkei an europäischen Werten wie der Trennung von Religion und Staat sowie Religionsfreiheit messen lassen.“

Die Rede von Außenminister Westerwelle bei den Kronberger Gesprächen in Istanbul am 15.5.12 nachzulesen hier (in Englisch) ...

Quelle: CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Auswärtiges Amt

Redaktion: Christian Herrmann

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