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Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen fordert sofortige Aufhebung des Stopps für das Programm "MobiPro-EU"

Screenshot der Seite www.thejobofmylife.de
Screenshot der Seite www.thejobofmylife.de

Insgesamt sind 5,5 Millionen junge Menschen in der Europäischen Union von Jugendarbeitslosigkeit betroffen, wobei die Lage in Griechenland, Kroatien und Spanien besonders dramatisch ist.
Deshalb hat die Bundesregierung arbeitslose Jugendliche in der EU zur Ausbildung eingeladen und versprach konkrete Hilfen und neue Jobs durch das Förderangebot, das unter dem Titel „The Job of My Life“ im In- und Ausland offensiv beworben wurde und den amtlichen Titel „MobiPro-EU“ trägt. Nebenbei soll das Programm nicht nur Deutschlands „Sparkommissar“- Image in Europa aufbessern, sondern vor allem auch hierzulande einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels leisten.

„MobiPro-EU“ war im Jahr 2013 aufgelegt worden und bietet jungen europäischen Ausbildungswilligen bzw. Fachkräften unter anderem Unterstützung bei Praktika sowie bei der Vermittlung auf einen Arbeitsplatz in Deutschland an.
Den Start von „MobiPro-EU“ würdigte die damals zuständige Bundesarbeitsministerin Von der Leyen in einer Erklärung vom 19.12.12 als „gelebte europäische Solidarität“.

Etwas vollig anderes erleben nun aber Tausende junge Europäer/-innen seitdem sie am 8. April 2014 von einem unerwarteten Antrags-Stopp für „MobiPro-EU“ für das Jahr 2014 überrascht wurden.

Ursache des von Deutschland verhängten Förderstopps ist, dass die Zahl der interessierten Jugendlichen höher war als kalkuliert - seit 2013 haben sich rund 9.000 junge Menschen beworben - und dass daher die bereitgestellten Mittel bereits ausgeschöpft seien, so liest man auf der Webseite des Programms: www.thejobofmylife.de.

Und da der Bundesregierung plötzlich das Fördergeld ausgegangen ist, wissen nun viele der junge Menschen fernab der Heimat nicht, wie es weitergeht. Sie haben auf Einladung der Bundesregierung persönliche und finanzielle Vorleistungen auf sich genommen, haben Deutschkurse besucht, ihr Heimaltland verlassen, haben in einem hiesigen Unternehmen ein Praktikum begonnen und sitzen jetzt auf dem Trockenen. Im schlimmsten Fall werden sie verschuldet und ohne Ausbildung wieder in ihre Heimat zurückkehren müssen.
Auch Träger und Bildungseinrichtungen sind in Vorleistung für „MobiPro-EU“ gegangen und müssen diese Investitionen nun möglicherweise abschreiben.

Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen fordert nun den Antrags-Stopp für 2014 für das Programm sofort aufzuheben und vor allem denjenigen jungen Menschen, die bereits nach Deutschland gekommen sind und schon Kurse besucht haben, schnelle und unbürokratische Hilfe zukommen zu lassen.

Quelle: www.bundesanzeiger-verlag.de/fileadmin/Betrifft-Recht/Dokumente/edrucksachen/pdf/1801343.pdf

Redaktion: DIJA

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