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Elterliches Wohlbefinden – Ein Deutsch-Japanischer Vergleich

Wie wirken sich Gesundheit, Persönlichkeit, Berufstätigkeit, materieller Wohlstand und die Eingebundenheit in sozialen Netzwerken auf das Wohlbefinden von Müttern und Vätern aus? Im neuesten Projekt des Deutsches Institut für Japanstudien Tokyo (DIJ) wird elterliches Wohlbefinden in Japan untersucht und mit der Situation in Deutschland verglichen.

In den letzten Jahrzehnten hat die Zahl derjenigen Menschen, die sich entscheiden Eltern zu werden, sowohl in Japan als auch in Deutschland signifikant abgenommen. In ökonomisch schwierigen Zeiten kommt somit dem Wohlbefinden der Eltern besondere Bedeutung zu – und das nicht nur für die Familienpolitik. Ein gemeinsames Projekt, das vom Deutschen Institut für Japanstudien, Tokyo in Zusammenarbeit mit Benesse Corporation Japan und Hans Bertram von der Humboldt-Universität Berlin durchgeführt wird, bietet hierzu unter der Leitung von Barbara Holthus (DIJ) und Hiromi Tanaka-Naji (Meiji-Universität) eine systematische Gesamtanalyse verschiedener Dimensionen des Wohlbefindens. Auch ermöglicht das Projekt einen gleichberechtigten Fokus auf Väter, die in Umfragen zumeist stark unterrepräsentiert sind – sowohl in Japan als auch in Deutschland.

Im Jahr 2009 wurde in Deutschland eine landesweite Umfrage unter 1000 Vätern und 1000 Müttern aus Haushalten mit mindestens einem Kind unter sechs Jahren zu deren Wohlbefinden durchgeführt. Die Ergebnisse der deutschen Studie wurden im Oktober 2011 veröffentlicht (Fragt die Eltern! Ravensburger Elternsurvey. Elterliches Wohlbefinden in Deutschland, herausgegeben von Hans Bertram und C. Katharina Spieß; Baden-Baden: Nomos Verlag, 2011). Die gleiche Befragung wird in Japan im Januar 2012
durchgeführt, wobei erste Ergebnisse im April 2012 erwartet werden
.

Weitere Informationen erteilt:
Dr. Barbara Holthus, Soziologin, Projektleitung „Elterliches Wohlbefinden – Ein Deutsch-Japanischer Vergleich“ zusammen mit Dr. Hiromi Tanaka-Naji, Assistant Professor an der Meiji-Universität. E-Mail: holthus@DontReadMedijtokyo.org

(Quelle: DIJ Newsletter, no. 44, November 2011)

Redaktion: Susanne Klinzing

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