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Endgültige Wahlbeteiligung für die Europawahl 2019 veröffentlicht

Die offizielle und endgültige Beteiligung an den Europawahlen 2019 wird auf 50,66% (+8,06% gegenüber 2014) festgelegt, nachdem nun alle 28 endgültigen nationalen Daten zur Wahlbeteiligung veröffentlicht wurden. Damit gab es Europawahlen 2019 die höchste Wahlbeteiligung seit den Europawahlen 1994, wobei gerade bei jüngeren Menschen und Erstwählern ein größerer Anstieg zu verzeichnen war.

19 Mitgliedstaaten meldeten eine Zunahme der nationalen Beteiligung, wobei in Polen, Rumänien, Spanien, Österreich, Ungarn und Deutschland deutliche Steigerungen gegenüber 2014 zu verzeichnen waren. Auch Länder mit einer traditionell niedrigen oder sehr niedrigen Wahlbeteiligung bei den Europawahlen, wie die Slowakei und Tschechien, verzeichneten deutliche Steigerungen. Andererseits ging die Wahlbeteiligung in acht Ländern zurück, aber in keinem von ihnen um mehr als 3 Prozentpunkte. Trotz der durchschnittlichen Zunahme der Wahlbeteiligung bestehen weiterhin große Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten, die von 88,47% in Belgien bis 22,74% in der Slowakei reichen.

>> Alle endgültigen Daten finden Sie auf der Ergebnis-Website

Jugendbeteiligung

Die soziodemografische Analyse zeigt, dass die Wahlbeteiligung für alle Bevölkerungsgruppen gestiegen ist, obwohl sie für einige Gruppen höher ist, mit einer viel größeren Wahlbeteiligung bei jüngeren Menschen und Erstwählern. Obwohl ältere Menschen nach wie vor häufiger wählen, ist der Anstieg zwischen 2014 und 2019 bei jungen Menschen unter 25 Jahren (42%, +14 Prozentpunkte) und 25-39 Jahren (47%, +12 Prozentpunkte) im Vergleich zu den 55-Jährigen oder über 55-Jährigen (54%, +3 Prozentpunkte) größer. Insgesamt bedeutet dies, dass sich die Unterschiede zwischen den Altersgruppen im Vergleich 2019 zu 2014 verringert haben (siehe Seite 24 des Berichts)

Gründe für die Abstimmung

Ein stärkeres Gefühl der Bürgerpflicht steigerte die allgemeine Beteiligung, während die Unterstützung für die EU und ihre Auswirkungen auf die Europäer immer größer wurde.

Der häufigste Grund für die Stimmabgabe war, dass die Menschen das Gefühl hatten, dass es ihre Pflicht als Bürger war (52%). Weitere Hauptgründe waren, dass die Befragten immer Wählen (35%), weil sie für die EU sind (25%), um die politische Partei zu unterstützen, der sie nahe stehen (22%) und weil die Teilnahme an den Wahlen "die Dinge verändern kann" (18%) (siehe Seite 44 des Berichts).

Themen, die hinter der Abstimmung stehen

Mindestens ein Drittel der Befragten nennt fünf Themen als Gründe für die Stimmabgabe: Wirtschaft und Wachstum (44%), Bekämpfung des Klimawandels und Umweltschutz (37%), Förderung von Menschenrechten und Demokratie (37%), die Art und Weise, wie die EU in Zukunft arbeiten sollte (36%) und Einwanderung (34%).

Mindestens ein Viertel der Befragten nannte eine Reihe weiterer Themen: Soziale Absicherung der EU-Bürger (29%), Terrorismusbekämpfung (26%), Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit (25%) und Sicherheits- und Verteidigungspolitik (25%). Ebenfalls erwähnt werden der Schutz der Außengrenzen (21%), der Verbraucherschutz und die Lebensmittelsicherheit (20%) und der Schutz personenbezogener Daten (12%) (siehe Seite 50 des Berichts).

[Quelle: Pressemitteilung Europäisches Parlament, 29. Dezember 2019]

Redaktion: Cathrin Piesche

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