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Entwurf für einen „Europäischen Mobilitätspass“ liegt vor

Bildquelle: ferkelraggae - Fotolia

Unter dem Motto „Progressive Europe“ trafen sich die Vorsitzenden der sozialdemokratischen und sozialistischen Fraktionen Europas am 12. und 13. September 2016 in Paris. Während der zweitägigen Konferenz debattierten sie über Vorschläge zur Zukunft der Eurozone und der Europäischen Union.

Am zweiten Konferenztag, der dem Thema „Initiative for European Youth“ gewidmet war, beratschlagten sich die Abgeordneten mit europäischen Jugendorganisationen wie z. B. dem Deutsch-Französischen Jugendwerk. Im Mittelpunkt standen die hohe Jugendarbeitslosigkeit, die in den europäischen Ländern im Schnitt bei 20 % liegt, sowie der Reiz, den nationalistische Bewegungen auf die junge Generation ausüben.

Das Ergebnis der Konferenz ist die Erklärung zu dem gemeinsamen Vorhaben, einen „Europäischen Pass für Mobilität“ einzurichten mit dem Ziel, jungen Europäer(inn)en sowohl mehr Möglichkeiten als auch besseren Zugang zu Mobilitätserfahrungen zu verschaffen. Alle jungen Menschen mit Wohnsitz in einem Land der EU sollen mit Eintritt in den Sekundarschulbereich oder spätestens mit dem Erreichen des 15. Lebensjahrs den „Europäischen Pass für Mobilität“ erhalten, in den ihre Mobilitätserfahrungen eingetragen werden. Der Pass soll durch die Vereinheitlichung von Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, gesellschaftliches Engagement, Freiwilligentätigkeiten und Beschäftigungsförderung eine wahre europäische Unionsbürgerschaft befördern.

Aufgabe jedes Mitgliedsstaates der EU ist dabei die Verbesserung

  • des Zugangs zu Auslandsaufenthalten,
  • des Zugangs zu Freiwilligendiensten und bürgerschaftlichem Engagement,
  • des Zugangs zu Informations- und Unterstützungsdiensten für Berufsausbildung und Arbeitssuche.

Begleitet werden soll der „Europäische Pass für Mobilität“ von

  • einer Webseite, die für jedes EU-Land aufzeigt, welche Mittel und Einrichtungen es zur Unterstützung der Mobilität und Freiwilligendienste gibt ebenso wie alle Informationen bezüglich der Rechte junger Menschen (Gesundheitsversorgung, Hilfen zur Unterbringung, finanzielle Unterstützung … etc.). Hierfür wurde von der französischen Seite die Ausweitung der bereits bestehenden europäischen Webseiten wie das Europäische Jugendportal oder Ihr Europa vorgeschlagen.
  • einem Anerkennungssystem für non-formal erworbene Fertigkeiten und Kompetenzen, die im Rahmen von bürgerschaftlichem Engagement, in Vereinen oder durch Mobilitätserfahrungen erlangt wurden und vom Arbeitgeber anerkennt werden.
  • Ansprechpartner(inne)n, die in jedem EU-Mitgliedsland die jungen Menschen vor Ort informieren, bei Mobilitäts- und Freiwilligenvorhaben behilflich sind und bei der Arbeitssuche beraten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Kommunikationsplattform der sozialdemokratischen und sozialistischen Parlamentsfraktionen der EU-Mitgliedstaaten: http://progressive-europe.eu/

Redaktion: DIJA

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