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Erklärung zur Europäischen Ausbildungsallianz auf EU-Minister-Treffen verabschiedet

Erklärung zur Europäischen Ausbildungsallianz auf EU-Minister-Treffen verabschiedet

Die Sozial- und Arbeitsminister/-innen der EU haben auf ihrem Treffen am 15. Oktober in Luxemburg ihre Aufmerksamkeit vor allem der Jugendbeschäftigung, den Dienstreisen der Bediensteten, der Koordinierung der europäischen Semester-, Sozial- und Wirtschaftspolitik gewidmet. [...]

Der Rat hat eine Erklärung bezüglich der Europäischen Ausbildungsallianz verabschiedet. Litauen, das die EU-Ratspräsidentschaft innehat, hat diese Erklärung auf der Basis der Ergebnisse des informellen Treffens der Minister für Sozialschutz und Beschäftigung, das im Juli in Vilnius stattfand, ausgearbeitet. In der Erklärung wird das Ziel der EU-Mitgliedstaaten zum Ausdruck gebracht, die Qualität und das Angebot der Ausbildungsplätze zu verbessern, indem Arbeitgeber, Behörden und soziale Partner stärker in diesen Prozess eingebunden werden.

„Ich bin sehr froh, dass wir heute eine sehr wichtige Entscheidung für die gesamte Europäische Union getroffen haben – die von Litauen ausgearbeitete Ausbildungserklärung des Rates, die vor allem gewährleisten soll, dass junge Menschen in den Mitgliedstaaten effektiv und qualitativ die erforderliche Berufserfahrung und praktische Fähigkeiten erwerben können. Ich bin davon überzeugt, dass das ein sehr wichtiger Schritt bei der Lösung von Jugendbeschäftigungsproblemen und Fragen im Hinblick auf die berufliche Ausbildung ist“, so die Ministerin Algimanta Pabedinskienė.

Die Ministerin betonte, dass die Jugendarbeitslosigkeit ein schmerzvolles Problem für ganz Europa ist. Die Jugendarbeitslosigkeit in der EU liegt zurzeit bei über 23 % und ist doppelt so hoch wie die Erwachsenenarbeitslosigkeit. Es gibt Länder, in denen die Jugendarbeitslosigkeit über 50 % beträgt. Aus diesem Grund gehen dem EU-Markt jährlich Summen in Milliardenhöhe verloren und die europäische Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit werden gefährdet.

„Aus der Erfahrung der Länder geht hervor, dass die Jugendarbeitslosigkeit in den Ländern deutlich geringer ist, in denen die Ausbildungsplätze für Jugendliche vorhanden sind, das heißt wenn Auszubildende am Arbeitsplatz angelernt werden, wenn Jugendliche ab dem ersten Jahr ihrer Ausbildung arbeiten und lernen und so eine praktische berufliche Erfahrung sammeln können. Das hat einen besonders positiven Einfluss auf die Jugendbeschäftigung, die soziale Integration, die Vereinbarung von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit“, sagte die Ministerin.

In den Ländern, in denen diese Ausbildungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz verbreitet sind, ist die Jugendarbeitslosigkeit am geringsten in der EU. Zum Beispiel, im August 2013 betrug sie in Deutschland 7,7 %, in Österreich – 8,6 %.

Die EU-Minister haben darüber hinaus über eine weitere aktuelle und politisch wichtige Frage beraten: die Stärkung der sozialen Dimension der Wirtschafts- und Währungsunion. Die Europäische Union hat vor kurzem eine Mitteilung mit dem Vorschlag veröffentlicht, eine spezielle Anzeigetafel mit einigen wichtigsten Beschäftigungs- und sozialen Zahlen für eine bessere Überwachung der sozialen Prozesse zu verwenden. Dieses Angebot ist im Rat auf eine breite Zustimmung gestoßen. Die Ministerdiskussionen werden auch einen Beitrag für den Europäischen Rat am 24.-25. Oktober leisten.

Ein weiterer wichtiger Punkt auf diesem Rat war das europäische Semester 2013. Im Laufe des europäischen Semesters wird auf der EU-Ebene die Umsetzung verschiedener Beschäftigungs- und Sozialschutzmaßnahmen durch die Mitgliedstaaten überwacht und ihre Effizienz bewertet. Die EU-Minister haben darauf hingewiesen, dass ein stärkerer Dialog zwischen der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten die Ergebnisse des europäischen Semesters verbessert haben und dass eine bessere Koordinierung der entsprechenden Vorbereitungsausschüsse für komplexe Fragen für einen reibungslosen Ablauf sorgte. 

Source: Press Release Lithuanian Presidency of the Council of the European Union 2013

Redaktion: DIJA

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