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EU-Jugendkonferenz: Internationaler Jugendaustausch braucht mehr Unterstützung

Wie kann die Zusammenarbeit und Mobilität zwischen Jugendlichen aus der EU und Jugendlichen aus den EU-Nachbarländern und -regionen gestärkt und gefördert werden? Das war die große Frage, um die sich die inhaltlichen Diskussionen auf der EU-Jugendkonferenz in Warschau drehten.

Vom 5. bis 7. September arbeiteten Vertreter/-innen der Jugend und der Jugendministerien aus allen 27 EU-Mitgliedstaaten gemeinsam mit Gästen aus Osteuropa und dem Kaukasus an Antworten auf diese Frage. Grundlage ihrer Arbeit waren die Ergebnisse der vorangehenden europaweiten Konsultationen, in die rund 12 000 junge Menschen direkt und indirekt einbezogen waren.
 
Das Ergebnis sind recht umfangreiche Empfehlungen, die Themen wie die Motivation von Jugendlichen, die Anerkennung von und den Kompetenzerwerb durch internationalen Jugendaustausch, den Zugang zu Informationen, das Überwinden von Hindernissen, die Stärkung von Unterstützungsinstrumenten für den Jugendaustausch sowie dessen Bedeutung für die Beteiligung Jugendlicher am demokratischen Leben in Europa behandeln.
 
Schaut man sich die Empfehlungen an, gibt es noch viel zu tun: Die Vorschläge reichen von einer spannenderen Aufbereitung der Ergebnisse von Jugendaustauschen über die Einrichtung spezieller Visakategorien für Teilnehmer/-innen an internationalen Jugendaktivitäten und einen Solidaritätsfonds, der die Teilnahme benachteiligter Jugendlicher am internationalen Jugendaustausch unterstützt, bis hin zur Beibehaltung eines unabhängigen EU-Jugendprogramms. Deutlich wird: Soll der Jugendaustausch mit Nachbarländern und -regionen der EU gestärkt werden, braucht es größere Unterstützung für Jugendliche, Jugendorganisationen und alle weiteren Aktiven.
 
Die gemeinsamen Empfehlungen der EU-Jugendkonferenzen fließen in eine Entschließung des EU-Jugendministerrates zur Förderung des Jugendaustauschs zwischen der EU und den EU-Nachbarländern/-regionen ein, die voraussichtlich im November verabschiedet wird. Darüber hinaus sollen sie von der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten zur Weiterentwicklung ihrer internationalen Jugendpolitik und ihrer Aktivitäten genutzt werden.
 
>> Die Empfehlungen zum Download

Quelle: Koordinierungsstelle zur Umsetzung des Strukturierten Dialogs in Deutschland c/o Deutscher Bundesjugendring

Redaktion: Christian Herrmann

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