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EU und China: Intensivierung der Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Kultur, Jugend und Forschung

Die Europäische Union und China bereiten sich darauf vor, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Kultur, Jugend, Forschung und Mehrsprachigkeit auf eine neue Ebene zu heben.

Während einer Reise nach Peking hat die zuständige EU-Kommissarin Androulla Vassiliou angekündigt, dass bis Jahresende einen neuer  Rahmen für die Zusammenarbeit in diesen Bereichen verabschiedet werden soll.

Der neue europäisch-chinesische hochrangige Dialog zwischen den Menschen wird eine „dritte Säule“ in den Beziehungen zwischen den beiden Partnern bilden und zwei bereits bestehende Kooperationsvereinbarungen zum Hochrangigen EU-China-Gremium für den Dialog über Wirtschafts- und Handelsfragen („erste Säule“) und zum strategischen Dialog EU-China („zweite Säule“) ergänzen. Der Dialog zwischen den Menschen wird den gleichen Stellenwert haben wie die beiden anderen Säulen. Die Strukturen bleiben dabei flexibel und die finanziellen Auswirkungen gering. Die erste offizielle Tagung wird 2012 stattfinden.

Konkret geplant ist in diesem Zusammenhang bereits die Einrichtung eines europäisch-chinesischen Hochschulrats und gemeinsamer Stipendienprogramme, die Studierenden und Lehrenden aus der EU und China bessere Möglichkeiten bieten sollen, im jeweils anderen Hoheitsgebiet zu studieren und tätig zu sein. Die beiden Partner werden auch eine gemeinsame Strategie und ein Programm für das europäisch-chinesische Jahr des interkulturellen Dialogs 2012 entwickeln, das ebenfalls auf mehr gegenseitiges Verständnis und Dialog abzielt.

Hintergrund

Die europäisch-chinesische Zusammenarbeit in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Kultur, Forschung, Jugend und Mehrsprachigkeit hat sich im letzten Jahrzehnt rasch entwickelt.

Mehr als 2000 chinesische Studierende haben Erasmus-Mundus-Stipendien genutzt, um in der EU zu studieren, während 200 Studierende aus der EU nach China gingen.

Seit 2007 erhielten außerdem 550 chinesische Wissenschaftler im Rahmen der Marie-Curie-Maßnahmen der EU Beihilfen für Forschungsarbeiten im Ausland, wobei einige an großen internationalen Projekten mitwirkten (im Gegenwert von insgesamt 314 Mio. EUR) und andere an kleineren Arbeiten beteiligt waren (Gegenwert 3,8 Mio. EUR). Mehr als 60 chinesische Universitäten sind an Austauschmaßnahmen mit der EU beteiligt.

Die chinesische Regierung bietet Lehrkräften von Grund- und Sekundarschulen in der EU sowie Studierenden, die Chinesisch lernen möchten, Unterstützung im Rahmen des chinesisch-europäischen Sprachenaustauschprojekts an. Ein neues gemeinsames europäisch-chinesisches Stipendienprogramm soll in naher Zukunft für mehr Ausgewogenheit und Gegenseitigkeit bei den Austauschmaßnahmen sorgen.

Europäisch-chinesisches Jahr der Jugend 2011

Im Verlauf dieses besonderen Jahres gab es sieben gemeinsam organisierte Großereignisse in China und der EU sowie die Europäische Jugendwoche im Mai in Brüssel, das Jugendforum für nachhaltige Entwicklung im Juli in Peking und Xi'an, das europäisch-chinesische Jugendforum über Mitwirkung im August in Shenzhen und die europäisch-chinesische Brücke der Freiwilligen im September in Brüssel. Hunderte europäischer und chinesischer Jugendvertreter nahmen an diesen 23 Projekten teil, an denen von Jugendorganisationen aus der EU und China mitwirkten. Insgesamt erhielten diese Projekte mehr als 2 Mio. EUR an Beihilfen aus dem Programm „Jugend in Aktion“. Beteiligt waren 33 chinesische Organisationen, 14 Städte und 7 Provinzen. Insgesamt standen Hunderte von Projekten, Veranstaltungen, Aktivitäten und andere Initiativen im Zeichen des Jahres.

Quelle: Die Europäische Kommission in Deutschland, 24.10.11.

Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.

Redaktion: Kerstin Wondratschek

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