zur Übersicht

EU-Wahlen: Parteienmonitor Bildung, Jugend und Soziales

Am 25. Mai finden in Deutschland die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Wie stehen die großen Europaparteien zu den Themen Jugend, Bildung und Soziales? Welche Ziele haben Sie für die kommende Legislaturperiode? Bildung ist vor allem vor dem Hintergrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit elementar wichtig, da sind sich alle Parteien einig. Das Europabüro für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung hat in einem Parteienmonitor die wichtigsten Informationen hierzu knapp zusammengefasst:
  
Die Europäische Volkspartei (EVP) bezeichnet Bildung in ihrem Wahlprogramm als entscheidende Voraussetzung für Wachstum und will diese entsprechend fördern. Europaweit soll es einen einheitlichen Rahmen für Bildungsstandards geben, erworbene Qualifikationen sollen in ganz Europa anerkannt und Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung europaweit besser koordiniert werden. Mobilität am Arbeitsmarkt will die EVP stärker fördern und die Koordination zwischen Bildungssystem und Arbeitsplätzen verbessern.

Die Sozialdemokratische Partei Europas (SPE) will in Bildung und in Lebenslanges Lernen investieren, damit alle Europäerinnen und Europäer „ihr volles Potenzial entfalten“ können. Zudem nennt die SPE als eine der zentralen Herausforderungen, Arbeitsplätze für junge Menschen in Europa zu schaffen. Deshalb müsse die EU-Jugendgarantie auf alle Jugendlichen unter 30 Jahren ausgeweitet und die Mittel erhöht werden. Zudem spricht sich die SPE dafür aus, sozialpolitische Ziele für Beschäftigung, Bildung und sozialen Zusammenhalt verbindlich festzuschreiben und eine „Sozialunion“ zu etablieren.

Die Europäische Grüne Partei (EGP) will sich ebenfalls für ein sozialeres Europastark machen und ganz konkret Arbeitslosigkeit, Armut und Ungleichheit bekämpfen. Entscheidend dafür ist es auch, die Bildungschancen europaweit deutlich zu verbessern und grenzüberschreitende Bildungsprojekte zu fördern. Um die Jugendarbeitslosigkeit dauerhaft zu reduzieren, muss nach Meinung der EGP die EU-Jugendgarantie weiterhin ausreichend gefördert werden. Unterbezahlte Jobs und unbezahlte Praktika für junge Menschen soll es laut EGP-Wahlprogramm nicht länger geben.

Chancen durch Beschäftigung, Bildung und Ausbildung sichtbarer zu machen, ist das Anliegen der  Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE). Die Liberalen plädieren deshalb dafür, die Anerkennung von Abschlüssen europaweit zu vereinfachen. Auch wollen sie sich für mehr Mobilität insbesondere für Studierende einsetzen. 

[Quelle: European Office for Catholic Youth & Adult Education / Newsletter 2/2014]
 


Redaktion: Cathrin Piesche

Begleiten Sie uns

RSS-Feed abonnieren IJAB auf Facebook IJAB-Alumni-Gruppe auf Facebook IJAB auf Twitter IJAB auf YouTube

Newsletter