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Eurobarometer veröffentlicht: Viele europäische Jugendliche fühlen sich ausgegrenzt

Die EU auf dem Globus. Bildquelle: motointermedia /pixabay.com

Für das Eurobarometer, die vom Europäischen Parlament in Auftrag gegebene öffentliche Meinungsumfrage, wurden im April 2016 10.294 junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren aus den 28 EU-Mitgliedstaaten interviewt.

Die aktuelle Umfrage European youth in 2016 kommt zu dem Ergebnis, dass sich mehr als die Hälfte der europäischen Jugendlichen zwischen 16 und 30 Jahren aufgrund der Wirtschaftskrise ausgegrenzt fühlt. Dennoch wollen nur wenige aus diesem Grund ihr Heimatland verlassen. Fast alle der Befragten möchten mehr über die EU, die EU-Institutionen sowie ihre Funktionen und Aufgaben erfahren.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Das Gefühl der sozialen Ausgrenzung: Eine große Mehrheit der jungen Befragten fühlt sich aufgrund der Wirtschaftskrise ausgegrenzt. Jedoch bestehen von Land zu Land große Unterschiede. 93 Prozent der Jugendlichen in Griechenland bestätige dieses Gefühl, während es in Deutschland nur 27 Prozent sind. Je stärker ein Land von der Krise betroffen ist, um so stärker auch das Gefühl der Ausgrenzung bei der Jugend. Dennoch wollen nur 15 Prozent ihr Land aus wirtschaftlichen Gründen verlassen.
  • Junge Europäer/-innen sind eher abgeneigt ins Ausland zu gehen:  61 Prozent der Befragten aus den 28 EU-Ländern wollen weder in einem anderen EU-Land studieren, eine Ausbildung machen oder arbeiten, im Gegensatz zu 31 Prozent, die gerne ins EU-Ausland möchten. Tatsächlich haben 88 Prozent der jungen Menschen noch nie ein anderes EU-Land bereist.
  • Wichtigkeit der EU: 90 Prozent der jungen Europäer/-innen halten es für wichtig, mehr über die EU, ihre Einrichtungen und Zuständigkeiten zu erfahren. 51 Prozent halten die Europawahl für den besten Weg der Partizipation.
  • Social media: Unter den jungen Menschen sind 46 Prozent der Ansicht, dass soziale Netzwerke einen Fortschritt für die Demokratie darstellen, weil sie gleiche Beteiligungsmöglichkeiten für alle bieten. 27 Prozent hingegen sehe eine Gefahr für die Demokratie aufgrund des arglosen Umgangs mit persönlichen Daten.

Quelle: European Parliament News

Redaktion: DIJA

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