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„Europäische Bildungsarbeit vor neuen Herausforderungen“ - Erklärung des Bundesvorstandes des EBB-AEDE e.V.

„Europäische Bildungsarbeit vor neuen Herausforderungen“ - Erklärung des Bundesvorstandes des EBB-AEDE e.V.
BildImage: geralt / pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Der Europäische Bund für Bildung und Wissenschaft in der AEDE (EBB-AEDE) hat angesichts der aktuellen Entwicklungen in Europa und der Welt eine Erklärung zur Neuorientierung der europäischen Bildungsarbeit abgegeben. Nach Ansicht des AEDE gehören dazu vier Elemente. Dazu heißt es:

"In sog. 'post-faktischen' Zeiten und angesichts der vielen Forderungen nach mehr direktdemo-kratischen Entscheidungsverfahren brauchen wir mehr und bessere europapolitische Bildung, damit die Bürgerinnen und Bürger selbst die Problemlagen erkennen und bewerten sowie fundiert Stellung beziehen und entscheiden können. Das erfordert mehr Kompetenzen in Fragen der europäischen Bildungspolitik für die europäischen Institutionen - das Europäische Parlament und die EU-Kommission - damit sie die 'Pariser Erklärung' weiter entwickeln und ausgestalten können.

Dazu muss das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ finanziell besser ausgestattet und zu einem 'Bildungsprogramm für alle' weiter entwickelt werden. Das im Schulbereich gültige, dem französischen Concours-ähnliche Vergabeverfahren gehört abgeschafft, weil es Spezialistentum und Professionalisierungstendenzen verstärkt und so verhindert, dass das Programm allen, die ein Mindestmaß an Qualität und Engagement aufweisen, offen steht.

Außerdem gilt es die verschiedenen Bereiche des Programms stärker miteinander zu verknüpfen, in dem z.B. Erasmus+ Studierende verpflichtet werden, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt in Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen von ihren Erfahrungen zu berichten.

Weiterhin sollten Parlament und Kommission angesichts des bevorstehenden 60. Geburtstags der 'Römischen Verträge' den bestehenden „EU-Redner-Dienst“ um einen „Europäischen-Zeitzeugen-Dienst“ ergänzen, um Schulen, Universitäten und außerschulischen Bildungseinrichtungen zu ermöglichen, sich in lebendiger Art und Weise mit Visionen, Zielen und Hindernissen des europä-ischen Einigungsprozesses auseinanderzusetzen."

Quelle: Europäischer Bund für Bildung und Wissenschaft in der AEDE (EBB-AEDE)

Redaktion: Susanne Klinzing

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