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Europäisches Jugendforum kritisiert fehlende Perspektive für ein unabhängiges Jugendprogramm

Der Vorschlag der Kommission für einen Mittelfristigen Finanzrahmen 2014 - 2020 sieht ein vereinheitlichtes Bildungsprogramm vor. Das Europäische Jugendforum reagierte prompt.

Mit Sorge betrachtet das Europäische Jugendforum, was die Kommission in der letzten Woche zur Zukunft eines Jugendprogramms an Vorschlägen veröffentlicht oder eben auch nicht veröffentlicht hat.

Die Steigerung des Budgets für Bildung, Jugend und Sport auf 15,2 Mrd. Euro sei, so das Jugendforum, generell zwar zu begrüßen, eine konkrete Einschätzung bleibe aber schwierig, solange man nicht wisse, wieviel davon tatsächlich dem (außerschulischen) Jugendbereich zugute komme.

"Jugendorganisationen sind unverzichtbare Vermittler für aktive europäische Bürgerschaft. Mit ihrer Tätigkeit verhelfen sie jungen Menschen zu Kompetenzen und Erfahrungen und haben dies im Rahmen des Programms JUGEND IN AKTION unter Beweis gestellt", so Peter Matjašič, Präsident des Jugendforums.

Er wies außerdem darauf hin, dass das Europäische Parlament unlängst dem Jugendprogramm bescheinigt hatte, hohe Effektivität der Förderung bei niedrigen administrativen Kosten zu realisieren. Das träfe doch, so Matjašič, genau die Forderung von Barroso, dass jeder künftig ausgegebene Euro nicht mehr einem sondern gleich mehreren Zielen dienen solle ("multi-purpose euro").

Darüber hinaus sei es unklar, wie das neu angedachte Programm "Education Europe" den Zielen des Lissabonner Vertrags (Förderung der Entwicklung des Jugendaustausches und der Teilhabe junger Menschen am demokratischen Leben - Artikel 165) gerecht werden könne.

Was das Europäische Jugendforum nun konkret unternehmen wird, bleibt am Ende der Presseerklärung allerdings auch unklar.

Link: Stellungnahme des Europäischen Jugendforums

Quelle: EYF, 30.06.2011, gesehen bei Jugendpolitik in Europa, 04.07.2011

Redaktion: Dr. Dirk Hänisch

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