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Europäisches Jugendforum legt Schattenbericht zur Jugendpolitk vor: Der Jugend eine Stimme geben

Ausschnitt aus dem Cover des Schattenberichts zur Jugendpolitik des Europäischen Jugendforums. Bildquelle: Europäisches Jugendforum

Das Europäische Jugendforum hat als Reaktion auf das Erscheinen des EU-Jugendberichts 2015 seinen Schattenbericht zur Jugendpolitik vorgelegt. Dieser basiert auf den Beiträgen der Mitgliedsorganisationen des Jugendforums und internationaler Jugend-NGOs. Damit möchte das Jugendforum herausstellen, dass in seinem Bericht die Stimme der Jugend zu hören ist, ein Punkt, den das Jugendforum am EU-Jugendbericht kritisiert. Der Bericht macht deutlich, dass Jugendpolitik in Europa an vielen Stellen nicht hält, was sie verspricht, Obwohl sie doch immer das Werkzeug gewesen ist, um das Leben der Jugend in Europa zu verbessern, gehören viele junge Menschen immer noch zu der Gruppe, die das höchste Armutsrisiko hat und der soziale Ausgrenzung droht.

Der Bericht des Jugendforums analysiert auch die nationalen Jugendpolitiken. Zu den gewonnenen Erkenntnissen gehören:

  • 40 % der nationalen Jugendräte schätzen die Qualität von Praktika in ihrem Land als niedrig ein. Qualitativ hohe Praktika und Fortbildungen im unternehmerischen Denken und Handeln werden als hervorragende Möglichkeiten gesehen, junge Leute im Übergang von Schule zu Beruf zu unterstützen.
  • Die erfolgreiche Umsetzung der Jugendgarantie in den Mitgliedsstaaten erfordert noch einiges an Arbeit.
  • Nicht formale Bildung wird immer noch sehr stark von den Einrichtungen der formalen Bildung ignoriert. Formale und non-formale Bildung sollten mehr interagieren.
  • Jugendpolitik sollte sich nicht auf bestimmte Zielgruppen fokussieren. Dies könnte sich ins Gegenteil umkehren und Stigmatisierung der benannten Gruppen sowie Ausgrenzung anderer, nicht genannter Gruppen hervorrufen.
  • Jugendorganisationen bilden eine Brücke zwischen Politik und Praxis. Dies wirkt sich positiv auf junge Leute aus. Beispielsweise unterstützen 92 % der nationalen Jugendringe junge Leute dabei, Kompetenzen zu entwickeln, die später für das Berufsleben und bei Arbeitgebern von Nutzen sein könnten.
  • Jugendorganisationen sind immer noch nicht ausreichend und systematisch genug in die Gestaltung von Jugendpolitik eingebunden: Rund 72 % der Jugendorganisationen fühlen sich nicht ausreichend von den öffentlichen Behörden gewertschätzt.

Der Bericht steht auf der Website des Europäischen Jugendforums zum Download bereit.

Quelle: Pressemeldung des Europäischen Jugendforum vom 29. Oktober 2015

Redaktion: DIJA

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