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Europaparlamentarier fordern mehr Investitionen in Bildung und die Mobilität junger Menschen

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments im Ausschuss für Bildung und Kultur haben einen Entschließungsentwurf veröffentlicht, in dem sie eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität junger Europäer und mehr Bildungs-und Ausbildungsmöglichkeiten fordern.

Dazu gehören die Aufstockung der Mittel für EU-Programme zur Jugendmobilität und EU-weite Anerkennung von Qualifikationen. Unterstützung für die Bildungszusammenarbeit von Unternehmen, bezahlte Praktika und Maßnahmen zur Bekämpfung der Diskriminierung in der Bildung werden ebenso gefordert.

"Selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise, dürfen Jugend und Bildung nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in die Zukunft Europas angesehen werden", betont der Ausschuss. Die Abgeordneten begrüßen insbesondere die neue politische Initiative der Kommission mit dem Titel "Youth on the Move - Jugend in Bewegung". Die Mitgliedstaaten sollten mindestens 2% ihres Bruttoinlandsprodukts in die Hochschulbildung investieren und Maßnahmen zur Verringerung der Schulabbrecherquote vornehmen. Der Ausschuss fordert außerdem, mehr Dialog mit Jugendorganisationen und eine stärkere Beteiligung von Jugendlichen an der Entscheidungsfindung.

Weitere Anstrengungen erforderlich, um Mobilität zu fördern

Die Mittel für Jugendmobilität und Jugendprogramme wie Lebenslanges Lernen (Erasmus, Leonardo da Vinci, Comenius, Grundtvig), Marie Curie, Erasmus Mundus und Jugend in Aktion müssten angehoben werden, glaubt der Ausschuss. Die Abgeordneten wollen praktische Hindernisse für die Mobilität besitigen fügen aber hinzu, dass dies nicht zu Abwanderung aus Teilen der EU führen dürfe. Sie schlagen mehr "Internationalisierung zu Hause" vor. Dazu gehöre die Schaffung internationaler Kooperationsnetzwerke an Universitäten und die Nutzung virtueller Mobilität.

Mobilitätsrogramme sollten nicht auf Studenten beschränkt sein, sondern auch Berufsschülern, Lehrern und Jugendbetreuern zur Verfügung stehen, argumentieren die Abgeordneten. Sie fordern EU-weite Anerkennung der schulischen, beruflichen und akademischen Qualifikationen.

Mehr Informationen: www.europarl.europa.eu/en/pressroom/content/20110411IPR17417/html/Invest-more-in-education-and-youth-mobility-say-MEPs

Redaktion: Christian Herrmann

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