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Europarat verabschiedet Resolution für die Jugend

Der Europarat (ER) hat auf seiner Sitzung in der letzten Woche (25.-29. Juni) das Thema der rapide ansteigenden Jugendarbeitslosigkeit in Europa als ein Topthema behandelt. In dem im Vorfeld zu der Sitzung entstandenen Bericht “The young generation sacrificed: social, economic and political implications of the financial crisis” der Parlamentarischen Versammlung des ER werden die Herausforderungen erläutert, mit denen die, von einigen als "verlorene Generation" bezeichneten, Jugendlichen im krisengeschüttelten Europa derzeit umgehen müssen: eine alternde Gesellschaft, Arbeitslosigkeit, Armut, soziale Ausgrenzung, Migration.

Das Europäische Jugendforum und der Beirat Jugend des ER (Advisory Council on Youth) hatten in ihren Beiträgen zum Bericht der Parlamentarischen Versammlung internationale Organisationen und Mitgliedsstaaten unter anderem aufgefordert, Jugendorganisationen stärker zu unterstützen und so genannte Jugendgarantien ("youth guarantee") zu verabschieden, die jungen Menschen ein Recht auf einen neuen Arbeitsplatz oder eine Ausbildung nach maximal vier Monaten Arbeitslosigkeit garantieren sollen.

In der am 26. Juni verabschiedeten Resolution werden die nationalen Volksvertretungen der Mitgliedstaaten des ER nun aufgefordert, Jugendpolitik ganz oben auf ihre Tagesordnung zu setzen und diesen Bereich finanziell so unterstützen, dass Worten auch Taten folgen können. Weitere Forderungen sind:

  • nationale Jugendstrategien und Aktionspläne mehr auf die bessere Einbindung Jugendlicher in die Gesellschaft auszurichten,
  • administrative und Steuerhürden für Jugendmobilität - ob Studium, Ausbildung oder Arbeit - abzubauen und Mobilität zu fördern,
  • hinreichende Bezahlung und Arbeitsbedingungen für junge Arbeitskräfte zu schaffen,
  • die europaweite Anerkennung von Berufsausbildungen und non-formalem Lernen zu verbessern,
  • sich mit dem Thema der Ausgrenzung junger Leute aufgrund fehlender Zugänge zu Bildung und zum Internet auseinanderzusetzen,
  • arbeitslosen Berufsanfängern auch Beihilfen zu gewähren,
  • neue Medien stärker für Kommunikations-, Konsultations- und Selbstdarstellungsprozesse zu nutzen, um Meinungen und Ideen junger Leute zu hören und auch zu berücksichtigen.

Der Beschluss zum Nachlesen hier ...

Quelle: Europarat

Redaktion: Susanne Klinzing

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