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Frankreich ordnet Status von Praktikant(inn)en neu

Praktikum. Bildquelle: DOC RABE Media - Fotolia

Ende Oktober 2015 ist ein Gesetz zur generellen Regelung von Praktika in Frankreich erlassen worden. Die neuen Regelungen gelten auch für Praktikant(inn)en aus anderen EU-Ländern.
Das Gesetz zielt darauf ab, den Status der Praktikant(inn)en aufzuwerten, die Qualität der Praktika zu steigern und die Substituierung von festen Arbeitsplätzen durch Praktika zu verhindern.
    

  • Durchführungsbestimmungen und Bezahlung der Praktika

Praktika dürfen nicht länger als 6 Monate dauern. Die Unterzeichnung einer Praktikumsvereinbarung (Convention de stage) ist verpflichtend.
Bei Praktika, die länger als 2 Monate dauern, hat der Praktikant / die Praktikantin generell das Recht auf eine Vergütung von 554 € im Monat/3,60 € pro Stunde.
Praktikant(inn)en haben ein Anrecht auf Urlaub. Falls der Arbeitgeber Zuschüsse für den Öffentlichen Nahverkehr und die Kantinenverpflegung gewährt, sind die Praktikant(inn)en den anderen Arbeitnehmer(inne)n des Betriebs gleichzustellen.

  • Pädagogische Betreuung der Praktikant(inn)en

In den Betrieben muss den Praktikant(inn)en ein/-e Tutor/-in zugeordnet sein, der /die nicht mehr als drei Praktikant(inn)en auf einmal betreuen darf. Schulen und Universitäten sind zur Betreuung ihrer Student(inn)en bei Praktika durch eine pädagogische Fachkraft verpflichtet.

  • Begrenzung der Zahl der Praktikant(inn)en

Unternehmen mit bis zu 20 Angestellten dürfen nur noch drei Praktikant(inn)en gleichzeitig beschäftigen; Unternehmen mit mehr Angestellten dürfen maximal 15% des Gesamtpersonals an Praktikant(inn)en beschäftigen.

Quelle: www.gouvernement.fr

Redaktion: DIJA

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