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Gegen das Vergessen: FSJ-lerin der Evangelischen Jugend nahm an Jugendbegegnung des Deutschen Bundestags teil

Zum Internationalen Holocaustgedenktag, am 27. Januar 2012, veranstaltete der Deutsche Bundestag in Berlin vom 22. bis zum 27. Januar 2012 eine internationale Jugendbegegnung zum Thema „Berlin im Nationalsozialismus: Stadt der Täter – Stadt der Opfer“. 80 Jugendlichen aus den USA, Israel, Polen, Tschechien, Frankreich, Niederlanden, Weißrussland und Deutschland nahmen daran teil. Auch Laura Fröhlich, die zurzeit in der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) mit Schwerpunkt Politik absolviert, wurde vom Bundestag nach Berlin eingeladen. Gemeinsam arbeitete sie dort mit den anderen Jugendlichen in Workshops zu Themen, wie „Euthanasie“, „Leben im Versteck“ oder „Wannsee-Konferenz 1942“, besuchte das Jüdische Museum und die Gedenkstätte Sachsenhausen und sprach mit Adam König, einem der wenigen Menschen, die noch von den Schrecken im KZ berichten können.

Höhepunkt der Jugendbegegnung war die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag am 27. Januar 2012, an dem vor 67 Jahren Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreiten. Im Plenarsaal des Bundestags hörten die Jugendlichen die Reden von Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert und dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der das Grauen des Warschauer Ghettos überlebte. 

Marcel Reich-Ranicki betonte, dass er als Überlebender und nicht als Historiker spreche und schilderte in eindrücklichen Worten die Gräueltaten der Nazis im Ghetto. "Die Aussiedlung aus Warschau hatte nur einen Zweck, nur ein Ziel - den Tod.", schloss er seine bewegende Rede. Im Anschluss an die Gedenkstunde beantwortete der 91-jährige noch ganz persönliche Fragen der Jugendlichen.

„Für mich war diese Woche eine Bereicherung. Ich konnte unserer Geschichte sehr persönlich nachspüren, die während dieser Tage zu etwas Lebendigem wurde. Der Austausch unter den Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft half dabei, die vielen Eindrücke zu verarbeiten“, fasste Laura Fröhlich ihre Erlebnisse während der Jugendbegegnung zusammen.

„Die Arbeit gegen Rassismus und Antisemitismus und zur Stärkung der Demokratie sind Schwerpunkte der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit!“, unterstrich aej-Generalsekretär Mike Corsa, „Daher freuen wir uns, dass Laura Fröhlich für diese Begegnung ausgewählt wurde.“

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej)

Redaktion: Christian Herrmann

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