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GIZ-Studie: "Deutschland in den Augen der Welt"

„Außensicht Deutschland – Rückschlüsse für die Internationale Zusammenarbeit“

In einer zunehmend globalisierten Welt, die politisch, ökonomisch und sozial eng und komplexer denn je verflochten ist, wird es immer wichtiger, den eigenen Standpunkt auch aus Sicht der Anderen zu verorten und die Außenbeziehungen auszubauen. Kaum eine politische oder wirtschaftliche Herausforderung unserer Tage lässt sich heute alleine lösen. Egal, ob es sich um die Eurokrise, die weltweite Klimaerwärmung oder den Fachkräftemangel handelt: Immer brauchen wir andere, um die Voraussetzungen für unseren Wohlstand zu sichern und unseren Werten und ordnungspolitischen Vorstellungen in der Welt Geltung zu verschaffen.

Ob es uns allerdings auch zukünftig gelingt, unsere Einfluss- und Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen und unsere Interessen in der Welt zu wahren, hängt auch wesentlich davon ab, welche Erwartungen und Hoffnungen, welche Befürchtungen und Ängste man im Ausland mit Deutschland verbindet. Welche Kompetenzen werden Deutschland zugesprochen und welche Rolle soll Deutschland in der Welt spielen? Wenn wir also im Zukunftsdialog darüber nachdenken, wie wir zukünftig zusammen leben wollen, wovon wir leben wollen und wie wir lernen wollen, müssen wir auch den Blick nach außen richten und fragen, wie und wovon uns die Welt leben lässt und wie sie uns lernen hilft.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen des Expertendialoges der Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Spurensuche nach dem aktuellen Deutschlandbild in der Welt gemacht. Ergänzend zu bereits vorliegenden Studien (von der BBC, dem Goethe-Institut sowie akademische Untersuchungen in den Literatur- und Kulturwissenschaften) konzentrierte sich die Erhebung der GIZ besonders auf die Rolle Deutschlands im internationalen Staatengefüge und auf die damit verbundenen Handlungsoptionen in konkreten thematischen Bereichen. In 120 Interviews wurden Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in 21 Ländern rund um den Globus nach ihren ganz persönlichen Bildern, Hoffnungen und Erwartungen gefragt, die sie mit Deutschland verbinden.

Die Erkenntnisse aus der Erhebung sind von besonderer Bedeutung für die deutsche Politik, die wirtschaftlichen Akteure Deutschlands, aber auch für eine Organisation wie die GIZ. Als deutsches Bundesunternehmen unterstützen wir die Bundesregierung dabei, ihre Ziele in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Für unsere tägliche Arbeit sind Fragen bezüglich der internationalen Wahrnehmung Deutschlands sowie die daraus resultierenden Handlungsoptionen und -zwänge wichtige Indikatoren.

Im Ergebnis zeigt die Erhebung ein facettenreiches Bild von deutschen Stärken und Schwächen, von zukünftigen Chancen, aber auch von Risiken. Dieses Bild im Spiegel der internationalen Wahrnehmung geht weit über bloße Klischees hinaus. Eine überaus differenzierte Sicht der Gesprächspartner, verbunden mit einer sehr hohen Wertschätzung gegenüber Deutschland und seinen Menschen, ist dabei überraschend. Die mit diesem – grundsätzlich sehr positiven – Bild Deutschlands verbundenen Erwartungen an die zukünftige europäische und internationale Rolle sind entsprechend groß. (Quelle: Vorwort der Studie).

Link zur Studie (pdf, extern): bitte hier klicken!

Redaktion: Dr. Dirk Hänisch

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