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In Bolivien machen arbeitende Kinder erstmals ein Gesetz für ihre Rechte

Er ist ein Novum in der Geschichte der Kinderrechte ebenso wie im Arbeits- und Sozialrecht. Zwar wurden bisher gelegentlich Kinder bei der Ausarbeitung von Kindergesetzen konsultiert, aber noch nie trug ein Gesetz die Handschrift von Kindern selbst. Ein Novum ist der Gesetzentwurf auch insofern, weil er mit Blick auf das Thema Kinderarbeit die Perspektive arbeitender Kinder und Jugendlicher zum Ausdruck bringt und auf dem Gedanken basiert, dass auch Kinder ein Recht haben, in Würde zu arbeiten.

Der Gesetzentwurf ist das Ergebnis einer umfassenden Konsultation arbeitender Kinder und Jugendlicher. Ein ganzes Gesetz zu verfassen ist keine einfache Sache, zumal für Kinder, die üblicherweise in solchen Dingen nichts zu entscheiden haben. Sie mussten Formulierungen finden, die rechtlichen Kriterien entsprechen und die nötige Allgemeinheit besitzen, ohne dass ihre persönlichen Erfahrungen und spezifischen Anliegen unter den Tisch fallen. Sie haben sogar eine Liste von Arbeiten erstellt, deren Verbot sie für notwendig halten, weil sie Kindern Schaden zufügen könnten. Für arbeitende Kinder, die Ausbeutung und Misshandlung aus eigener Erfahrung kennen, ist das eine Selbstverständlichkeit.

Quelle: Erklärung von EUROPANATs, ProNATs (Deutschland, Luxemburg, Österreich), ITALIANATs (Italien), Bélgi-caNATs (Belgien), Peruanim (Frankreich), La Voix des Enfants (Frankreich), COET (Spanien), Little Hands (Italien), Mai 2011

und: Newsletter des Deutschen Kinderhilfswerk e.V. vom 16.05.2011

Redaktion: Kerstin Wondratschek

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