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Informelle Tagung der EU-Jugendminister: Jugendliche ernst nehmen, verstehen und aktiv einbinden

Informelle Tagung der EU-Jugendminister: Jugendliche ernst nehmen, verstehen und aktiv einbinden
Informal meeting of youth ministers on 3 September 2018 BildImage: BKA/Andy Wenzel

Vom 2. bis 4. September 2018 findet in Wien im Rahmen des EU-weiten Prozesses des Strukturierten Dialogs im Jugendbereich die EU-Jugendkonferenz statt. Zum Abschluss des 18-monatigen 6. Zyklus des Strukturierten Dialogs entwickeln die Teilnehmenden Methoden zur Umsetzung für die auf der EU-Jugendkonferenz in Sofia beschlossenen EU-Jugendziele/ EU Youth Goals.

Ein Highlight der Konferenz ist dabei das Zusammentreffen der Teilnehmenden der EU-Jugendkonferenz mit den EU-Ministerinnen und Minister für Jugend, wo in einem partizipativen Format über die Zukunft der EU-Jugendstrategie nach 2018 diskutiert wird.

Im Vorfeld dieses Jugendgipfels kamen die EU-Jugendministerinnen und -minister am 3. September 2018 zur einer informellen Tagung im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes zusammen.

Bundesjugendministerin Juliane Bogner-Strauß wies dort auf jene drei Dossiers hin, bei denen der österreichische Ratsvorsitz Fortschritte erzielen möchte:

  • Erasmus+, das Ende 2020 ausläuft und erneuert werden muss,
  • das Nachfolgeprogramm des Europäischen Solidaritätskorps für 2021-2027,
  • die neue EU-Jugendstrategie unter Einbeziehung der „Youth Goals“.

Die künftige EU-Jugendstrategie, insbesondere der „Europäische Jugenddialog“, boten weiteren Diskussionsstoff im Zuge des Treffens im Austria Center Vienna. Nach neun Jahren läuft die derzeitige EU-Jugendstrategie aus und muss daher verlängert werden. Seitens der Europäischen Kommission gibt es einen Vorschlag, der bei der EU-Jugendkonferenz diskutiert wird. Angesprochen wird dabei eine mögliche Einbeziehung der „Youth Goals“, die nach Möglichkeit weiter verbreitet werden sollen.

Im Vorfeld des Jugenddialogs von über 240 Jugenddelegierten und Jugendpolitikerinnen und -politikern aus 35 europäischen Ländern präzisierte die Bundesministerin die Zielsetzungen des österreichischen Ratsvorsitzes im Jugendbereich:

„Für mich als Jugendministerin ist es vor allem wichtig, dass wir mit Jugendlichen in einen Dialog eintreten, sie ernst nehmen, verstehen und auch aktiv einbinden. Deshalb ist das Setting dieser Jugendkonferenz so ausgelegt, dass Politik aktiv mit Jugendlichen gemacht wird.“

Es handelt sich um ein bislang einmaliges Format, bei dem Jugenddelegierte und Jugendliche in einen interaktiven Dialog zu Jugendpolitik und den Europäischen Jugendzielen („Youth Goals“) eintreten. Inhalte, Perspektiven, Herausforderungen und Empfehlungen für die Umsetzung werden gemeinsam mit den Ministerinnen und Ministern erörtert. „Unsere Jugendlichen sind die Expertinnen und Experten ihrer Lebensrealität. So müssen sie wahrgenommen werden“, ergänzte Jugendministerin Juliane Bogner-Strauß.

Im Zuge des Vorsitzes im Rat der Europäischen Union wird sich Österreich bemühen, eine Einigung hinsichtlich des Nachfolgeprogramms des Europäischen Solidaritätskorps zu erzielen. Nachdem die erste Phase im Dezember 2016 ins Leben gerufen worden war, haben sich Parlament und Rat auf ein Programm bis Ende 2020 geeinigt, wobei es sich um die Erweiterung des Europäischen Freiwilligendienstes handelt. Es soll Jugendlichen in Europa einen Einsatz in auf gesellschaftlichen Nutzen ausgerichteten Organisationen ermöglichen. Seit 11. Juni 2018 gibt es von der Europäischen Kommission einen Vorschlag für das Nachfolgeprogramm des Europäischen Solidaritätskorps für 2021-2027. Rund 350.000 junge Menschen sollen sich daran beteiligen.

Nähere Informationen zu den 11 Europäischen Jugendzielen/Youth Goals unter www.youthgoals.eu.

Informationen zur Jugendkonferenz der Europäischen Union: http://www.youthconf.at/

[Quelle: Council of the EU: Presidency press release after the informal meeting of youth ministers, 3. 9.2018]

Redaktion: Cathrin Piesche

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