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Jubiläum: 50 Jahre Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Israel

Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft eröffnet Festakt in Jerusalem am 7. März 2011. „Freiwilligenarbeit hat ein nachhaltiges Netzwerk von Beziehungen zwischen Deutschen und Israelis aufgebaut“. ... (23.02.2011)

Vom 6. bis 8. März 2011 feiert Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) das 50-jährige Jubiläum ihrer Arbeit in Israel. Festrednerin am 7. März 2011 in Jerusalem ist Bundesratspräsidentin und Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft. Die Schirmherrschaft für die Jubiläumsveranstaltungen hat Bundespräsident Christian Wulff übernommen. Weitere Ehrengäste während der dreitägigen Jubiläumsfeierlichkeiten sind Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt, der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Reinhold Robbe sowie israelische Repräsentanten. Auch die Stadt Dachau nimmt am ASF-Jubiläum teil. Oberbürgermeister Peter Bürgel reist gemeinsam mit der Popgruppe „Lupin“  an, die mit einem Konzert für deutsche Freiwillige und junge Israelis das Festprogramm abschließen. Die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau ist ein langjähriger Partner von ASF in Deutschland. Mit der Teilnahme am Jubiläum will die Stadt Dachau auch ein Zeichen setzen für die aktive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.

Mehr als 1.500 deutsche Freiwillige sind seit 1961 mit ASF nach Israel gekommen. Derzeit arbeiten 30 junge und ältere deutsche ASF-Freiwillige in Projekten mit Holocaust-Überlebenden, mit behinderten Menschen, mit Kindern aus sozial benachteiligten Familien, in jüdisch-arabischen Verständigungsprojekten und in Gedenkeinrichtungen wie Yad Vashem. Aktion Sühnezeichen wurde 1958 in Deutschland gegründet. Ziel war und ist es, vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Verbrechen Verantwortung zu übernehmen und konkrete, praktische Zeichen für Frieden und internationale Verständigung zu setzen.

„Die Arbeit von ASF in Israel hat einen hohen Stellenwert im deutsch-israelischen Verhältnis,“ sagt die ASF-Landesbeauftragte Katharina von Münster in Israel. “Die Freiwilligenarbeit hat ein nachhaltiges Netzwerk von Beziehungen zwischen Deutschen und Israelis aufgebaut.“ Denn die Freiwilligen hätten sowohl durch ihre persönlichen Kontakte zu Israelis als auch durch Erzählungen nach der Rückkehr aus dem Freiwilligendienst viele Menschen dazu angeregt, sich mit der deutsch-israelischen Geschichte auseinander zu setzen. „Umgekehrt haben die deutschen Freiwilligen bei vielen Israelis Befürchtungen und Bedenken gegenüber einem Besuch in Deutschland abbauen können,“ so von Münster. Seit 2001 kommen zudem junge Israelis im Rahmen des Deutschland-Programms von ASF zu einem einjährigen Freiwilligendienst nach Deutschland. 

Das detaillierte Festprogramm finden Sie unter www.asf-ev.de.

Quelle: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF)

Redaktion: Dr. Dirk Hänisch

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