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Jugendpolitik in Estland: Bericht über die aktuelle Situation vorgelegt

Der erste Bericht in einer neuen Serie zu Jugendpolitik in ausgewählten Ländern - YOUTH POLICY REVIEW SERIES - ist erschienen: Unter dem Titel Youth and Public Policies in Estonia  liegt jetzt ein 172-Seiten starker Überblick über die Situation in Estland vor. Gefördert wurde die Erstellung dieses Berichts von der Open Society Foundations. Herausgeber ist der Demokratie & Dialog e.V. mit Sitz in Berlin, der auch die Website youthpolicy.org verwaltet und betreut. Der Bericht wertet den Einfluss von Jugendpolitik in Estland aus, analysiert aber nicht nur den Bereich Jugendpolitik, sondern auch andere Politikbereiche, die in der ein oder anderen Form Einfluss auf das Leben und die Rechte von Jugendlichen haben. Für 2013 sind weitere Berichte zu Kirgistan, Liberia, Nepal, Serbien und Uganda geplant.

Fakten aus dem Bericht zur Jugendpolitik in Estland: 

  • Jugendpolitik in Estland basiert auf einer Reihe von Gesetzen und Regierungsprogrammen.
  • Die Nationale Strategie zur Jugendarbeit 2006–2013 ist das erste und wichtigste offizielle Dokument, das versucht, jugendpolitisch relevante Maßnahmen zu koordinieren und zu einer kohärenten Jugendpolitik zu bündeln.
  • Bei den jugendpolitischen Entscheidungsträger(inne)n besteht Einklang darüber, dass die estnische Jugendpolitik sowohl einen horizontalen Ansatz (alle Lebensphasen Jugendlicher ins Verhältnis setzen zu allen sie betreffenden Politikfeldern) als auch einen ganzheitlichen Ansatz (Ausgangspunkt ist die gegenwärtige Situation des Jugendlichen mit seinen individuellen Interessen und Bedürfnissen) verfolgen muss. Jugendbeteiligugn ist als Priorität zu betrachten.

Zu den Bereichen, in denen nach Meinung des Forscher/-innen und Autor(inn)en-Teams nachgearbeitet werden muss, gehören:

  • die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ministerien, in denen das Thema Jugend eine Rolle spielt, und den nachgeordneten Einrichtungen, die mit der Entwicklung und Umsetzung jugendpolitischer Themen befasst sind;
  • der Jugendbereich auf lokaler Ebene, in dem relativ schnell gekürzt wird, wenn Mittel gespart werden müssen;
  • die Beteilung Jugendlicher an jugendpolitischen Entscheidungsprozessen, die immer noch relativ gering ist.

Das Team spricht ebenfalls Empfehlungen an politische Entscheidungsträger/-innen und andere Akteure im Jugendbereich aus. Unter anderem wird empfohlen,

  • eine ganzheitliche und koordinierte Jugendpolitik zu verfolgen,
  • die Netzwerkarbeit auf eine dauerhafte Basis zu stellen beziehungsweise neue Formen der Zusammenarbeit der Amit Jugend befassten Einrichtungen und Institutionen zu schaffen,
  • die Zahl der Fachkräfte in den Bereichen Kinderbetreuung und Psychische Krankheiten zu erhöhen,
  • die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsfeldern Forschung, Politik und Jugendarbeit zu fördern,
  • eine Studie zu jugendpolitischen Maßnahmen durchzuführen,
  • die Wirkung von jugendpolitischen Maßnahmen zu evaluieren,
  • die Mittel für Programme, die den Unternehmensgeist von Jugendlichen fördern, zu erhöhen.

An der Erstellung des Berichts waren Liisa Müürsepp, Ilona-Evelyn Rannala, Marti Taru, Maarja Toots, Simon Bart, Yael Ohana und Milosz Czerniejewski beteiligt. Eine international besetzte Redaktionsgruppe hat den Erstellungsprozess des Berichts begleitet. 

Der Bericht (in Englisch) zum Herunterladen auf der Website von youthpolicy.org. An einer Online-Version des Berichts wird gearbeit.

Quelle: youthpolicy.org

Redaktion: DIJA

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