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Jugendwahlen "U18" in der Ukraine: Große Resonanz bei den Jugendlichen

Wahlurne. Bildquelle: Gabi Eder / pixelio.de

Im Rahmen des Projektes des Deutsch-Russischen Austausch e.V. (DRA) "Mehr bewegen!" zur politischen Jugendbildung in der Ukraine fanden am 17. Oktober erstmals in der Ukraine Jugendwahlen unter dem Titel "M18" (Molozhe 18 - Unter 18) statt. M18 ist die Adaption der "U18"-Wahlen, die bereits seit 1987 in Deutschland organisiert werden. Beide stehen dafür, Kindern und Jugendlichen, die noch nicht wahlberechtigt sind, die Möglichkeit zu geben, ihrer politischen Meinung Ausdruck zu verleihen und sich dabei mit politischen Themen, Parteien, Politiker(inne)n und dem Wahlverfahren zu befassen.

Das Interesse war riesengroß: Rund 3600 Kinder und Jugendliche in 20 Wahlbezirken der Projektstädte Kiew, Irpin und Saporoshje nahmen an der Jugendwahl teil. Sie ging kurz vor der offiziellen Kommunalwahl in der Ukraine am 25. Oktober vonstatten und wurde durch regionale Wettbewerbe, zum Beispiel zum kreativen Entwerfen von Wahlplakaten und -urnen oder durch Workshops zum Thema Wahlen ("Wie lasse ich mich bei meiner Wahlentscheidung nicht manipulieren!") begleitet. An Info-Ständen erhielten die Familien der Jugendlichen Auskunft über das Projekt und seine Ziele und die Jugendlichen Informationen zu den jeweiligen lokalen Bürgermeisterkandidat(inn)en. Mit Begeisterung nutzten viele die Gelegenheit, auf Flipcharts Forderungen festzuhalten, die den Bürgermeistern der Städte später übergeben werden sollen. Neben Forderungen zu den Bereichen Soziales und Infrastruktur erhoben die Jugendlichen immer wieder die ganz grundsätzliche "Hört auf uns zu ignorieren!".

Vor den Jugendwahlen vom 9.-11. Oktober waren im Rahmen des Projekts Vertreter/-innen lokaler NGOs aus der politischen Jugendbildung geschult worden. Am 12. Oktober wurde das Jugendwahl-Projekt im ukrainischen Parlament, der Verchovna Rada, vorgestellt. Eine Zusammenstellung der Ergebnisse und der Medienberichte findet sich auf der Website von M18 und demnächst auch auf der DRA-Projektseite "Mehr bewegen!").

Umgesetzt wird das Projekt gemeinsam mit der Agentur für Entwicklung der Bildungspolitik (AEPD, Kiew). Beide berichten in einem Radiobeitrag über das Projekt. Gefördert wird es aus Mitteln des Auswärtigen Amtes und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin. Genauere Informationen zu den Methoden und auch einigen lokalen Herausforderungen des Projekts finden Sie auf der Website des DRA.

Quelle: Deutsch-Russischer Austausch e.V.

Redaktion: DIJA

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